Bis zu zwei Mrd. Euro Emissionsvolumen
Citigroup führt Börsengang von Annington

Das Immobilienunternehmen Deutsche Annington soll im Herbst in Frankfurt an die Börse gehen. Das IPO gehört zu den größten in diesem Jahr. Begleitet wird der Gang auf das Parkett von der Citigroup, die an der Deutschen Annington bereits beteiligt ist.

rob/pk FRANKFURT. Wie es aus Finanzkreisen heißt, entscheidet sich damit der zweite Finanzinvestor mit seiner Tochter für den Gang auf das Frankfurter Parkett. Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Konkurrent Fortress einen Anteil von rund 20 Prozent der Wohnungsholding Gagfah an die Börse gebracht und damit etwa 850 Mill. Euro eingenommen. Der Finanzplatz Frankfurt setzt auf den heimischen Immobilienmarkt und erhofft sich durch die bald geplante Einführung börsennotierter Immobilienaktien (Reits) 2007 neuen Schwung bei Börsengängen.

Mit einem von Finanzkreisen erwarteten Volumen von 1,5 bis zwei Mrd. Euro zählt das IPO der Deutsche Annington neben dem von Siemens VDO – geschätztes Volumen drei Mrd. Euro – zu den großen Börsengängen in diesem Jahr. An der Deutschen Annington ist neben Terra Firma auch die Citigroup beteiligt. Sie führt zusammen mit der Deutschen Bank den Börsengang. Bei den weiteren Banken an der Spitze handelt es sich um Goldman Sachs, Morgan Stanley und Nomura. Neben der Platzierung der Aktien in Europa und Amerika will man über Nomura auch Großinvestoren in Asien die Anteilsscheine anbieten. Die Deutsche Annington wollte sich dazu nicht äußern.

Der Börsengang sei für das dritte oder vierte Quartal geplant, berichten Kreise. Beim Aufbau einer steuergünstigen Struktur wolle man die endgültigen Auswirkungen der Unternehmensteuer 2008 erst abwarten. Die Deutsche Annington ist mit 230 000 Wohnungen im Wert von über zehn Mrd. Euro das größte Wohnungsunternehmen in Deutschland. Großes Aufsehen erregte der Konzern, als er 2005 die Wohnungsimmobilien-Tochter Viterra des Energiekonzerns Eon für sieben Mrd. Euro kaufte. Mittelfristig will Terra Firma den Bestand an Wohnungen bei Annington auf 500 000 Einheiten ausbauen. Mit Blick auf die Emission wurde Ende 2006 der 54-jährige Terra-Firma-Manager Georg Kulenkampff an die Spitze von Annington berufen.

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