Bislang größter deutscher Börsengang 2007
Aktien von Alstria Office debütieren über Ausgabepreis

Beim bislang größten Börsengang des Jahres in Deutschland haben die Aktien von Alstria Office am Dienstag leicht über ihrem Ausgabepreis debütiert. Die Papiere erschienen im Frankfurter Parketthandel mit 16,30 Euro erstmals auf dem Kurszettel und lagen damit 1,9 Prozent über dem Ausgabepreis von 16 Euro.

HB FRANKFURT. Die auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Alstria hat 27,3 Mill. Papiere bei Investoren untergebracht und damit 437,4 Mill. Euro eingenommen. Etwas mehr als die Hälfte des Geldes fließt in die Firmenkasse. Es soll der Finanzierung eines Portfolios dienen, für das der Kaufvertrag schon unterschrieben ist.

In den nächsten Jahren will das Unternehmen Immobilien für durchschnittlich 500 bis 750 Mill. Euro kaufen. Um an das hierfür nötige Geld zu kommen, schließt Alstria weitere Gänge an den Kapitalmarkt nicht aus. Diesen Börsengang organiserte die US-Investmentbank JP Morgan.

Alstria will sich in einen so genannten Reit (Real Estate Investment Trust) umwandeln. Der Bundesrat hatte am vergangenen Freitag den Weg für diese in Deutschland neuartige Anlageform frei gemacht. Deutsche Reits (G-Reit) sind als börsennotierte Aktiengesellschaft organisiert. Sie müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um in den Genuss von Steuervergünstigungen zu kommen. Dazu gehört, dass sie überwiegend Gewerbeimmobilien bewirtschaftet.

Die auf Büroimmobilien spezialisierte Alstria gehört mehreren Fondsgesellschaften. Das Portfolio der 15 Mitarbeiter starken Gesellschaft umfasste Anfang März 71 Objekte mit einem Gesamtwert von 1,6 Mrd. Euro. Der bei Immobilienfirmen stark beachtete Net Asset Value (NAV), der den Vermögenswert des Unternehmens abzüglich der Verbindlichkeiten angibt, liegt den Angaben zufolge aktuell bei 825 Mill. Euro. Vier Fünftel der Mieteinnahmen erhält Alstria von sechs großen Mietern, zu denen die Stadt Hamburg, der Autobauer DaimlerChrysler und die Barmer Ersatzkasse gehören.

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