Aktien
BMW nach Zahlen sehr schwach - Vorsteuerergebnis enttäuscht

Die BMW-Aktie ist am Mittwoch nach Veröffentlichung schwacher Halbjahreszahlen abgestraft worden und gab kräftig nach.

dpa-afx FRANKFURT. Die BMW-Aktie ist am Mittwoch nach Veröffentlichung schwacher Halbjahreszahlen abgestraft worden und gab kräftig nach. Analysten äußerten sich vor allem enttäuscht über den deutlichen Rückgang beim Vorsteuerergebnis in der Kernsparte Automobile, obwohl die Jahresprognose vom Münchener Autobauer bestätigt wurde. Die US-Verkaufszahlen im Juli wurden am Markt vor dem Hintergrund der Zwischenbilanz ignoriert.

Bis 11.35 Uhr fiel die BMW-Aktie mit minus 4,09 Prozent auf 38,00 Euro an das Dax-Ende, während der Leitindex 0,25 Prozent auf 4 920,46 Punkte verlor.

"Das Vorsteuerergebnis liegt mit 916 Mill. Euro deutlich unter unseren Erwartungen", äußerte sich Analyst Michael Punzet von der Landesbank Rheinland Pfalz (LRP). "Wir gehen weiterhin von einer rückläufigen Ergebnisentwicklung aus und bestätigen die BMW-Aktie als 'Underperformer' mit Kursziel von 33 Euro", so der Experte, der den Rückgang des Vorsteuerergebnisses primär auf die auslaufenden Währungssicherungen zurückführt.

Auch bei Merck Finck & Co sowie bei Helabatrust wurde vor allem auf das enttäuschende Vorsteuerergebnis (EBT) verwiesen. Vor allem in der Kernsparte Automobile habe das EBT "signifikant" unter den Erwartungen gelegen, hieß es bei den Analysten von Merck Finck, die die Aktie dennoch mit "Hold" bestätigten.

Analyst Arndt Ellinghorst von der DrKW schrieb in einer Studie, er habe zwar mit einem rückläufigen Ergebnis im zweiten Quartal gerechnet, "aber nicht mit einem Rückgang von 16,8 Prozent beim Vorsteuerergebnis in der Autosparte". Er wird eigenen Angaben zufolge seine Schätzung für das EBT nach der Analystenkonferenz am Nachmittag nach unten hin überarbeiten. Das Anlageurteil bestätigte er derweil mit "Add" und einem Kursziel von 40 Euro.

BMW hatte am Morgen einen Gewinn- und Umsatzrückgang im ersten Halbjahr bekannt gegeben und zugleich seine bisherige Jahresprognose bestätigt. So soll das Ergebnis 2005 trotz negativer "externer" Faktoren wie steigender Rohstoffpreise, intensiven Wettbewerbs und der Wechselkursentwicklung "in etwa" das hohe Vorjahresniveau erreichen. Nach dem Rekordquartal 2004 war das Vorsteuerergebnis im zweiten Quartal 2005 von 1,08 Mrd. Euro auf 916 Mill. Euro zurückgegangen. Experten hatten im Durchschnitt mit einem EBT von 1,045 Mrd. Euro gerechnet.

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