Börsendebüt im Prime Standard
Börsengang soll Qsil bis zu 80 Millionen Euro bringen

Der Quarzglashersteller Qsil AG Quarzschmelze Ilmenau will mit seinem geplanten Börsengang zwischen 50 und 80 Millionen Euro bei Investoren einsammeln. Der Großteil davon kommt den Altgesellschaftern zu Gute.

HB FRANKFURT. Zur Emission seien inklusive Mehrzuteilungsoption bis zu 2,65 Millionen Aktien vorgesehen, teilte der Börsenkandidat am Donnerstag mit. Davon stammten eine Million Anteilsscheine aus einer Kapitalerhöhung. Der Rest komme aus dem Besitz der Altgesellschafter Ventizz Capital und Sementis, die zu 80 Prozent Qsil-Chef Stephan Behr gehört.

Gezeichnet werden könnten die Titel vom 10. bis zum 14. November. Das Börsendebüt im Prime Standard der Frankfurter Börse ist für den 15. November geplant. Bei vollständiger Platzierung der angebotenen Aktien beläuft sich der Streubesitz auf 44 Prozent. Dem Bankenkonsortium gehören Unicredit, die DZ Bank und Equinet Securities an.

Die Qsil zufließenden Gelder aus dem Börsengang von mindestens 20 Millionen Euro will Behr in die Erweiterung der Produktionskapazitäten, in den Ausbau des Vertriebs in Asien sowie für Akquisitionen verwenden. Die 1992 gegründete und in Langewiesen bei Ilmenau ansässigen Qsil vertreibt Quarzglaserzeugnisse, die unter anderem in der Halbleiterbranche, in der Lichtquellen- und in der chemischen Industrie eingesetzt werden.

Die Analysten der DZ Bank prognostizieren bis 2010 einen durchschnittlichen jährlichen Umsatzanstieg von 28 Prozent und einen Ergebniszuwachs von 51 Prozent. Für 2006 erwarten die Experten bei einem Umsatz von 18 (2005: elf) Millionen Euro eine nahezu Vervierfachung des Nettogewinns auf 3,87 Millionen Euro. Als Risiken weisen die Analysten von Unicredit in einer Studie einen möglichen Markteinbruch in der Halbleiterindustrie, sowie stark steigende Preise für Energie oder Quarzrohstoffe aus.

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