Börsengänge
Zahl der Neuemissionen wird künftig steigen

Einer Studie zufolge wird sich das Umfeld für Börsengänge künftig verbessern. Die Wirtschaftsprüfer von PwC rechnen für 2013 mit steigenden Neuemissionen. Deutschland liegt bei Börsengängen derzeit auf Platz drei.
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Nach einer jahrelangen Flaute können sich Aktienanleger in den kommenden Monaten auf zahlreiche Börsengänge einstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag veröffentlichte Studie der Wirtschaftsprüfungsfirma PwC. „Steigende Aktienkurse und die sinkende Volatilität an den Börsen signalisieren ein gutes Umfeld“, sagte PwC-Experte Christoph Gruss. Sollten die derzeit bereits geplanten IPOs (Initial Public Offerings) erfolgreich verlaufen, „dürfte Zahl und Volumen der Neuemissionen 2013 weiter steigen“.

Im abgelaufenen Quartal wurden europaweit bei 57 Börsengängen Aktien im Volumen von 4,4 Milliarden Euro verkauft, hieß es in der PwC-Studie „IPO Watch Europe“. Im Vorquartal habe dieser Wert lediglich bei 726 Millionen Euro gelegen. Ein Großteil des Emissionsvolumens entfiel allerdings auf den IPO der russischen Sberbank an der Londoner Börse, der mehr als vier Milliarden Euro einbrachte.

In Deutschland erschienen in den vergangenen drei Monaten fünf neue Namen auf den Kurszetteln. Zusammengerechnet kamen die IPOs auf ein Volumen von 26 Millionen Euro. Damit liegt die Deutsche Börse bei der Anzahl der Börsengänge im europäischen Vergleich auf Platz drei hinter Warschau (26 Emissionen) und London (17 Emissionen).

In den USA summierte sich das Volumen der Börsengänge der Studie zufolge auf umgerechnet 5,2 Milliarden Euro. Auch hier sei mit einer weiteren Erholung des Geschäfts zu rechnen. „In Hongkong läuft das IPO-Geschäft dagegen schleppend“, betonten die PwC-Experten. In China seien keine großen Börsengänge zu erwarten. „Die Hongkonger Börse droht weltweit ihre führende Rolle bei Neuemissionen zu verlieren.“

Die deutsche IPO-Bilanz für das vierte Quartal verbessert sich allein schon durch den Versicherer Talanx, dessen Emissionsvolumen bei 517 Millionen Euro lag. Außerdem steht der Mobilfunk-Anbieter O2 in den Startlöchern. Die spanische Muttergesellschaft Telefonica will mit dem Verkauf von bis zu 20 Prozent der Anteile einen Milliardenbetrag einnehmen. Aber auch kleinere Unternehmen wagen sich vor: So plant der Straßenleuchten-Hersteller Hess seine Erstnotiz für den 19. Oktober. Hier liegt das angepeilte Emissionsvolumen bei maximal 60,8 Millionen Euro. Der Schweizer auf Luxusimmobilien-Entwickler Peach Property kündigte am Montag an, ihre deutsche Tochter ebenfalls an die Frankfurter Börse bringen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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