Börsengang
ATU setzt sich ehrgeizige Börsenziele

Der Börsengang der Kfz-Service-Kette AutoTeile-Unger (ATU) wird nach voraussichtlich ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro haben.

HB MÜNCHEN. Dem Unternehmen selbst sollen durch die dabei geplante Kapitalerhöhung Mittel in der Größenordnung von 550 Mill. Euro zufließen. Der Rest der Aktien für den Börsengang stammen im wesentlichen vom bisherigen Mehrheitseigner, der britischen Investmentgesellschaft Doughty Hanson.

Gemessen an der Zahl der Aktien bezogen auf den von den Banken im Schnitt geschätzten Wert des Unternehmens nach der Kapitalerhöhung von 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro könnte die Preisspanne für die Aktie in etwa zwischen 26,60 und 30,70 Euro liegen. „Die Werte sind aber noch im Fluss und können sich noch verändern“, hieß es.

Eine Stellungnahme des Unternehmens mit Sitz in Weiden in der Oberpfalz war am Abend nicht zu erhalten. ATU, das seine Aktien Mitte Juni an den Markt bringen will, will mit den Einnahmen seine Schuldenlast deutlich reduzieren. Doughty Hanson hatte vor zwei Jahren 72 % an ATU in einem so genannten Leveraged-Buy-Out übernommen. Bei diesem Verfahren wird der Übernahmepreis über Schulden des übernommenen Unternehmens finanziert, in dessen Bilanz anschließend eine hohe Schuldenlast entsteht. Rund 19 % hält derzeit Firmengründer Peter Unger. Es war erwartet worden, dass Doughty Hanson im Rahmen des Börsengangs seine Anteile ganz oder nahezu komplett abgeben wird.

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang in der denkbaren Größenordnung von 550 Mill Euro könnte ATU ein Gesellschafterdarlehen von zuletzt knapp 275 Mill. Euro ablösen und auch die Finanzschulden zu einem großen Teil abbauen.

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