Börsengang
Carrefour bringt Immobilien an die Börse

Die Handelskette Carrefour wird sich offenbar dem Druck aktivistischer Aktionäre beugen und ihren Immobilienbestand zu Geld machen. Der gemessen am Umsatz auf Platz zwei nach Wal-Mart rangierende Einzelhändler plant laut einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ), sein Immobilienportfolio im Juni 2008 an die Pariser Börse zu bringen.

HB BORDEAUX. Zudem werde das Portfolio in eine separate Gesellschaft ausgegliedert. Carrefour werde wahrscheinlich zum Ende des zweiten Quartals 2008 eine europäische Immobilienholding gründen, sagte Vorstandschef Jose Luis Duran der Zeitung am Rande eines Treffens mit Finanzanalysten in Bordeaux. Er sei zuversichtlich, dass die Pläne trotz der Krise am Kreditmarkt umgesetzt werden könnten. Die Gesellschaft arbeite aktuell an der Struktur der neuen Firma. Sie lege zudem deren Beziehungen zum Hauptgeschäftsfeld Einzelhandel von Carrefour fest und suche nach Immobilienexperten.

Die neue Gesellschaft namens Carrefour Property werde 60 Prozent der Immobilien des Einzelhändlers halten, deren Gesamtwert auf 20 bis 24 Mrd. Euro geschätzt wird. Duran zufolge drängen die neuen Aktionäre, Frankreichs Group Arnault und die US-Gesellschaft, das Unternehmen zu mehr Disziplin bei Investitionen. Zudem fordern die Investoren eine höhere Kapitalrendite. Wenn er es auf einen Nenner bringen müsste, würde er den Begriff "Kapitaldisziplin" wählen, sagte Duran.

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