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Börsengang der Eurohypo verschoben

Der für den Herbst erwartete Börsengang von Deutschlands größter Immobilienbank Eurohypo ist vorerst geplatzt. „Die Zeit, die wir für die Vorbereitungen brauchen, ist inzwischen zu knapp“, sagte Eurohypo-Chef Bernd Knobloch der „Welt am Sonntag“.



HB FRANFURT/MAIN. Nach Informationen der Zeitung scheiterte der Börsengang an der Blockade der Commerzbank, die knapp 32 Prozent der Anteile hält. Die Immobilienbank entstand im Jahr 2002 durch eine Fusion der Hypothekenbanken von Commerzbank, Deutscher Bank und Dresdner Bank, die zum Allianz-Konzern gehört. Die drei Finanzkonzerne halten derzeit 98 Prozent der Eurohypo-Aktien.

Ein Grund für die Zurückhaltung der Commerzbank könnte der Zeitung zufolge die Absicht sein, die restlichen Eurohypo-Anteile zu erwerben. „Wir denken darüber nach, ob es Sinn macht, die Eurohypo komplett zu übernehmen“, sagte ein hochrangiger Commerzbank-Manager der „Welt am Sonntag“. Eurohypo-Chef Knobloch sehe in solchen Plänen eine Gefahr für den Erfolg der Immobilienbank: „Der Erfolg unseres Hauses kommt auch daher, dass wir eine Spezialbank sind. Diesen Vorteil würden wir gefährden, wenn wir in größere Bankkonzerne reintegriert werden.“

Knobloch kann sich laut „Welt am Sonntag“ allerdings vorstellen, die Anteile von Deutscher Bank und Allianz an die Börse zu bringen, auch wenn die Commerzbank ihren Anteil behält. „Auch das wäre eine sinnvolle Lösung“, sagte Knobloch.

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