Börsengang der Metro-Tochter
Privatanleger auch an billigeren Praktiker-Aktien kaum interessiert

Nach der Senkung der Preisspanne für den Börsengang der Metro- Baumarkttochter Praktiker übersteigt die Nachfrage nach den Aktien einer mit der Transaktion vertrauten Person zufolge das Angebot.

HB FRANKFURT. Bereits am Donnerstagnachmittag, also kurz nach Senkung der Preisspanne, sei die Transaktion einmal gezeichnet worden, erfuhr Dow Jones Newswires von zwei mit der Transaktion vertrauten Personen am Freitag. „Das Orderbuch ist mit der neuen Preisspanne überzeichnet“, hieß es am Freitag. Nun hätten nicht mehr nur ausländische, sonder auch deutsche Investoren Interesse an den Papieren. Ein Metro-Sprecher sagte: „Das Orderbuch füllt sich rasch.“ Darüber hinaus wollte er die Angaben nicht kommentieren. Seitdem dürften nun weitere Aufträge zu 14 bis 15 Euro eingegangen sein. Die Nachfrage von Privatanlegern verlaufe allerdings immer noch sehr schleppend.

Am Donnerstag hatte die Metro die Preisspanne für den Börsengang der Tochter Praktiker auf 14 bis 15 Euro von zuvor 16 bis 19 Euro gesenkt. Die Zeichnungsfrist wurde bis kommenden Montag verlängert. Die Notierungsaufnahme ist nun für den 22. November geplant.

Metro und Praktiker nehmen mit dem Preisabschlag deutlich weniger aus der Emission ein: Der Erlös aus der Platzierung von bis zu 34,5 Millionen Aktien sinkt auf höchstens 517,5 Millionen Euro von maximal 655 Millionen Euro.

In Finanzkreisen hatte es bereits geheißen, die neue Preisspanne sei im Einvernehmen mit maßgeblichen Investoren festgesetzt worden, die die Papiere zu diesem Preis zu zeichnen bereit seien. „Was vorher fehlte, war die Nachfrage aus dem Inland“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Ursprünglich hatte Metro Praktiker zudem vollständig verkaufen wollen. Gespräche mit dem Finanzinvestor Permira stellte der Konzern aber wegen zu unterschiedlicher Preisvorstellungen ein.

Der Metro-Vorstand entschied sich für den Börsengang. Zunächst wollte der Konzern 75 Prozent von Praktiker an die Börse bringen. Wegen des rauer gewordenen Klimas für Erstemissionen musste Metro jedoch Abstriche machen und platziert nun höchstens 60 Prozent seiner Tochter.

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