Börsengang des Immobilien-Unternehmens
Primag wagt sich auf das Parkett

Mit der Düsseldorfer Primag AG drängt ein weiterer regionaler Anbieter von hochwertigen Wohnimmobilien an die Börse. Die Erstnotiz im Eingangssegment Entry Standard soll Angaben aus Finanzkreisen zufolge voraussichtlich Anfang Juli sein.

scc FRANKFURT. Begleitet wird die Emission von der Quirin Bank und Close Brothers Seydler. Der Emissionserlös, der sich voraussichtlich noch im einstelligen Millionen–Euro-Bereich befindet, fließt komplett dem Unternehmen zu.

Die Primag kauft, saniert und privatisiert hochwertige Altbauten in den Bestlagen von Düsseldorf. Mit einem ähnlichen Konzept waren in der Vergangenheit die ebenfalls regional aufgestellten Frankfurter Franconofort und in der vergangenen Woche die Hamburger Hanseatische Immobilien Invest AG (HII) an der Börse gestartet. Doch während sich die Franconofort-Aktie seit ihrem Start im Herbst zeitweise mehr als verdoppelt hat, sackten die zu 18 Euro bereits am untersten Ende der Preisspanne ausgegebenen HII-Papiere am Freitag bis auf 15,20 Euro. „Es wird bei den nächsten Emissionen auf die weitere Marktentwicklung und auf eine vernünftige Preisgestaltung ankommen“, hieß es zum Wochenausklang bei einer großen Fondsgesellschaft.

Primag profitiert nach Aussagen von Alleinvorstand Gerd Esser derzeit von dem Trend, dass gerade einkommensstarke Bevölkerungsschichten zurück vom Land in die Stadt drängen und dort nach hochwertigen, kernsanierten Wohnungen sucht. In den Bestlagen von Düsseldorf-Oberkassel erzielt die Primag dabei Preise von bis zu 4 800 Euro pro Quadratmeter. Deutliches Potenzial sieht Esser gerade in Düsseldorf, weil dort die Wohneigentumsquote nur bei 25 Prozent liegt im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt von 43 Prozent.

Im vergangenen Jahr hat die Primag einen Umsatz von 2,1 Mill. Euro und dabei ein Betriebsergebnis von 105 000 Euro erzielt. Zum Börsengang sollen Bankenkreisen zufolge 875 000 Aktien ausgegeben werden. Der Anteil an frei handelbaren Aktien dürfte nach der Erstnotiz bei rund 20 Prozent liegen. Der dann mit 64 Prozent größte Anteil bleibt in den Händen der Beteiligungsgesellschaft Gevi, die Vorstand Gerd Esser gehört.

Den Emissionserlös will das Unternehmen zum Ausbau seiner beiden Kerngeschäftsbereiche Altbausanierung und Paketentwicklung verwenden. Hierbei werden Immobilienpakete aufbereitet und anschließend privatisiert oder an gewerbliche Investoren verkauft.

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