Börsengang
EdF-Aktien werden zu 33 Euro ausgegeben

Bei der Teilprivatisierung des französischen Energie-Riesen EdF gibt das Finanzministerium in Paris die Aktien für institutionelle Anleger zu 33 Euro pro Papier aus. Bei der Nachfrage privater Anleger zeichnet sich ein Rekord in der Geschichte französischer Börsengänge ab.

HB PARIS. Privatanleger, denen ein Nachlass von einem Euro auf dem Ausgabepreis eingeräumt wird, erhalten wegen der hohen Nachfrage 60 Prozent der zugeteilten Aktien, wie Finanzminister Thierry Breton am Freitag im Hörfunksender RTL Radio bekannt gab.

Ursprünglich waren für private und für institutionelle Anleger je 50 Prozent angestrebt worden. Bei voller Ausübung einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) werde der Börsengang dem weltgrößten Erzeuger von Atomenergie sieben Milliarden Euro in die Kassen spülen.

Auf der Basis von 33 Euro je Aktie würde EdF - Schulden eingerechnet - mit rund 60 Milliarden Euro bewertet und den deutschen Wettbewerber Eon als den am höchsten bewerteten Energiekonzern Europas ablösen. Der französische Staat wird 85 Prozent der Anteile an EdF behalten.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Marktkreisen erfuhr, waren die Aktien des Unternehmens etwas mehr als zweifach überzeichnet. Breton zufolge orderten 4,85 Millionen französische Privatanleger EdF-Aktien. Damit wurde ein neuer Rekord in der Geschichte französischer Börsengänge aufgestellt.

Bisher hatte France Telecom mit 3,8 Millionen Kleinanlegern die Höchstmarke gehalten.

Beschäftigten von EdF wurden in einer separaten Transaktion existierende Aktien mit einem noch höheren Preisnachlass zugeteilt. Dies dürfte dem französischen Staat bis zu einer Milliarde Euro einbringen, erwarten Experten. „Einschließlich der Mitarbeiter und der früheren Mitarbeiter werden wohl mehr als fünf Millionen Franzosen einen Anteil an EdF besitzen“, sagte Breton.

Die Regierung war mit ihren Plänen zur Teilprivatisierung auf starken Widerstand bei den Gewerkschaften gestoßen. Die oppositionellen Sozialisten haben angekündigt, den Prozess der Privatisierung im Falle eines Wahlsiegs 2007 umzukehren.

Inklusive einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) wird der Börsengang dem weltgrößten Erzeuger von Atomenergie sieben Milliarden Euro in die Kassen spülen. Mit dem Ausgabepreis würde EdF den deutschen Wettbewerber Eon als den am höchsten bewerteten Energiekonzern Europas ablösen.

Die Zeitung „Le Figaro“ berichtete von mehr als vier Millionen Zeichnern. „La Tribune“ meldete, 4,4 Millionen Privatanleger hätten die Anteilsscheine gezeichnet. Damit hätte der weltgrößte Betreiber von Atomkraftwerken mehr Kleinanleger angesprochen als der bisherige Rekordhalter France Télécom, der 3,8 Millionen Private angelockt hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%