Börsengang
Groupon-Aktie glänzt beim Börsendebüt

Der Börsengang des Schnäppchen-Portals Groupon ist weit besser gelaufen als gedacht. Zum Start an der Wall Street ging es kräftig nach oben. Allerdings ist schwer abzuschätzen, welches Potenzial in der Aktie steckt.
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New York Das Online-Rabattportal Groupon hat allen Unkenrufen zum Trotz in den USA den größten Internet-Börsengang seit Google hingelegt. Mit dem Verkauf von 35 Millionen Aktien nahm das gerade einmal drei Jahre alte Unternehmen 700 Millionen Dollar ein und damit deutlich mehr als noch vor kurzem erwartet. Bei der Erstnotiz in New York schossen die Papiere gegenüber dem Ausgabepreis von 20 Dollar zeitweise um mehr als 50 Prozent in die Höhe.

Weil Groupon lediglich gut fünf Prozent des Unternehmens veräußerte, taxiert bereits der Ausgabepreis den gesamten Firmenwert auf rund 13 Milliarden Dollar - doppelt so viel wie das von Google vor einem Jahr vorgelegte Übernahmeangebot. „Groupon ist teuer“, kommentierte Rob Romero, Chef des auf Technologie spezialisierten Hedge-Fonds Connective Capital Management. Viele Anleger schienen jedoch anderer Meinung zu sein: Gegen Mittag (Ortszeit) kostete eine Groupon-Aktie mehr als 27 Dollar, immerhin noch ein Aufschlag von 35 Prozent. Gemessen daran ist Groupon sogar mehr als 17 Milliarden Dollar wert.

2004 erlöste Google insgesamt 1,7 Milliarden Dollar. Groupon vermittelt Restaurant-Rabatte und andere Gutscheine für Waren und Dienstleistungen. Bislang hat das Schnäppchenportal in seiner kurzen Firmengeschichte allerdings noch nie Gewinn gemacht. Unter potenziellen Käufern wurde seit längerem gerätselt, wie gut sich Groupon auf Dauer behaupten kann, da Konkurrenten wie Google und Amazon im Kampf um Marktanteile finanziell deutlich besser ausgestattet sind. Groupon senkte daher zunächst das angestrebte Emissionsvolumen, um es dann wieder zu heben.

Die erfolgreiche Werbetour und auch der Mangel an Alternativen - wegen des schwierigen Marktumfelds in den vergangenen Monaten stehen die Börsenaspiranten nicht gerade Schlange - ermöglichten es Groupon am Ende 35 Millionen Aktien zu 20 Dollar an den Mann zu bringen. Zunächst sollten lediglich 30 Millionen Aktien zu 16 bis 18 Dollar ausgegeben werden.

Analysten rechnen wegen der Zweifel, ob Groupon langfristig profitabel sein kann, mit volatilen Kursen nach dem ersten Handelstag. Frühere Börsengänge von anderen Internetunternehmen lassen da keine Tendenz erkennen. Die Aktien des Karrierenetzwerks LinkedIn halten sich seit dem IPO im Mai über ihrem Ausgabekurs. Bei dem Online-Radiosender Pandora sieht das anders aus.

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Groupon-Aktie glänzt beim Börsendebüt

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Zweifel an Geschäftsmodell

Kommentare zu " Börsengang : Groupon-Aktie glänzt beim Börsendebüt"

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  • Groupon ist ein klassisches Schneeballsystem
    Kein Geschäftsmodell und heisse Luft
    Mit freundlicher Unterstützung von Goldman Sachs
    Wer am "Potenzial" dieser Aktie glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen

  • Vor etwas mehr als 5 Jahren entsprach das in etwa dem Wert den die Börse Volkswagen zugemessen hatte. Auch das war eine fatale Fehleinschätzung! Groupon ist sicherlich eine ähnlich fulminante Kursbewegung zuzutrauen. Nur eben in die andere Richtung!!!

  • Vor etwas mehr als 5 Jahren entsprach das in etwa dem Wert den die Börse Volkswagen zugemessen hatte. Auch das war eine fatale Fehleinschätzung! Groupon ist sicherlich eine ähnlich fulminante Kursbewegung zuzutrauen. Nur eben in die andere Richtung!!!

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