Börsengang
Hohe Gewinne für Lotto24-Aktionäre

Noch kein Geschäft, aber große Hoffnungen: Am ersten Handelstag legten die Aktien des Online-Lottovermittlers Lotto24 bis zu 38 Prozent zu. Nun hoffen die Anleger, dass sich das Unternehmen auch am Markt etabliert.
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FrankfurtDie Aktionäre setzen zum Börsendebüt voll auf den Erfolg des Online-Lottovermittlers Lotto24. Die zu 2,50 Euro ausgegebenen Aktien des von Tipp24 abgespaltenen Unternehmens sprangen am Dienstag gleich zum Handelsstart auf 3,00 Euro und stiegen später weiter bis auf 3,45 Euro. Wer zum höchsten Kurs verkaufte, nahm einen Sofortgewinn von 38 Prozent mit. Die Tipp24-Aktionäre hatten je ein Lotto24-Papier als Sachdividende ins Depot gebucht bekommen. „Das war ein erfolgreiches Debüt. Viele Anleger hoffen darauf, dass sich die Gesellschaft erfolgreich im Markt etablieren kann“, sagte ein Händler.

Lotto24 soll von der zum 1. Juli wirksamen Liberalisierung der Vermittlung staatlicher Lotterien im Internet profitieren. Das Unternehmen startet mit einem Grundstock von 15 Millionen Euro aus einer Kapitalerhöhung, an der Börse war es am Dienstag bis zu 48 Millionen Euro wert. Bei Tipp24 hatte das Geschäft in Deutschland jahrelang brachgelegen, das Hamburger Unternehmen hatte sich sich darüber langwierige Auseinandersetzungen mit den Behörden geliefert. Vor dem Neustart wurde das Geschäft in die Lotto24 AG ausgegliedert und an die Börse gebracht. Es war der erste Börsengang eines deutschen Unternehmens im relativ streng regulierten Prime Standard in diesem Jahr.

Dort haben ansonsten nur chinesische Unternehmen debütiert, für die der Erlös zweitrangig und die Börsennotiz selbst von Wert ist. Am Freitag soll dort der Sportbekleidungs-Hersteller und -Einzelhändler Ming Le Sports erstmals notiert werden. Bis zu 1,44 Millionen Aktien können am Mittwoch und Donnerstag in einer großen Spanne von 8,00 bis 16,00 Euro gezeichnet werden, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr erwirtschaftete Ming Le bei einem Umsatz von 194 Millionen Euro 42 Millionen Euro Gewinn. Organisiert wird der Börsengang von der Wolfgang Steubing AG.

Am Montag folgt der chinesische Schuh- und Bekleidungshersteller Fast Casualwear in den Prime Standard. Er will mit Hilfe von Kepler Capital Markets bis zu 1,725 Millionen Aktien zu fünf bis sechs Euro losschlagen. Die Zeichnungsfrist endet am Donnerstag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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