Börsengang im Oktober
Aktien der Unternehmensgruppe Hahn kosten 13 bis 16 Euro

Mit dem für Ende Oktober geplanten Börsengang im so genannten General-Standard-Segment will die Unternehmensgruppe Hahn zwischen 45 Mill. und 56 Mill. Euro einnehmen. Das entspricht Vorstand Bernhard Schoofs zufolge einer Spanne von 13 bis 16 Euro für die aus einer Kapitalerhöhung um 3,5 Mill. auf 13,5 Mill. Euro stammenden 3,5 Millionen Aktien.

HB DÜSSELDORF. Beim Emissionsführer Concord Effekten wird für das auf großflächige Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Unternehmen ein fairer Wert von 14 Euro je Aktie diskutiert. Ein Abschlag auf den fairen Wert sei bei Börsengängen üblich, sagte Ralf Hellfritsch von Concord Effekten.

UG Hahn aus Bergisch Gladbach betreut Immobilien im Wert von zwei Mrd. Euro, davon 1,5 Mrd. Euro in rund 140 geschlossenen Immobilienfonds. Das Unternehmen will mit dem Erlös aus dem Börsengang seine Investments mit Partnern ausweiten. Das vergangene Geschäftsjahr schloss die UG Hahn mit einem Vorsteuergewinn von zehn Mill. Euro bei 263 Mill. Euro Umsatz ab. Der Gewinn komme zu gleichen Teilen aus dem Handel mit Immobilien und Dienstleistungen wie dem Fondsgeschäft. „Wir legen Wert darauf, als Immobilienunternehmen und nicht als Fondsgesellschaft wahrgenommen zu werden“, sagte Schoofs.

Anbieter geschlossener Fonds waren bisher an der Börse wenig erfolgreich. IC Immobilien Holding notierte gestern rund einen Euro unter dem Ausgabekurs von 14 Euro im August. Die ursprünglich aus dem Schiffsfondsgeschäft kommende HCI lag mit 13,40 Euro ein Drittel unter Ausgabekurs.

Die Kursentwicklung der Börsenenneulinge im Immobiliensektor ist auch nicht vielversprechender. Die GWB Immobilien AG, die ebenfalls im Segment Einzelhandelsimmobilien aktiv ist, zog die Konsequenz: Sie bietet ihre ab Anfang Oktober handelbaren Aktien zwischen 12,50 und 17,50 Euro an, obwohl die Analysten von Independent Research einen fairen Wert von 20,66 Euro pro Aktie ermittelten.

Bisher waren Börsengänge von Immobilienfirmen zu klein, um das Marktvolumen an der Börse nennenswert anzuheben. Das wird sich ändern, wenn steuerbegünstigte Reits eingeführt werden. Sie werden mit einem Marktvolumen von sechs Mrd. Euro starten, erwartet die Unternehmensberatung Roland Berger und beziffert das spätere Volumen auf 57 Mrd. Euro.

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