Börsengang in Hong-Kong
Everbright Bank will Milliarden erlösen

Das Institut könnte Asiens größten Börsengang in diesem Jahr hinlegen. Mit dem Erlös will die Bank die strengeren Kapitalregeln für Chinas Banken erfüllen.
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HongkongDie staatliche China Everbright Bank plant trotz der jüngsten Kursturbulenzen einen milliardenschweren Börsengang in Hongkong. Mit einem Emissionsvolumen von umgerechnet rund 4,2 Milliarden Euro würde das elfgrößte Kreditinstitut der Volksrepublik den größten Börsengang in Asien in diesem Jahr hinlegen. Die seit vergangenem August am Aktienmarkt Schanghai notierte Bank will 10,5 Milliarden neue Dividendenpapiere ausgeben, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Konditionen für das Listing hervorgeht.

Everbright wird von der Investmentgesellschaft Central Huijin kontrolliert, die wiederum zu dem 300 Milliarden Dollar schweren chinesischem Staatsfonds CIC gehört.

Den Ausgabepreis für die Aktien will die in Peking ansässige Bank am 8. Juli festlegen und den Handel an der Hongkong-Börse am 15. Juli aufnehmen. Mit dem Emissionserlös will das Institut die strengeren Kapitalregeln Chinas für das Bankensystem erfüllen. China versucht, mit den strengeren Vorschriften die Inflation einzudämmen und eine Blasenbildung am Immobilienmarkt zu verhindern. Bei seinem IPO in Schanghai im vergangenen Jahr strich das 1992 gegründete Geldhaus rund 2,5 Milliarden Euro ein.

Das Marktumfeld ist derzeit allerdings ungünstig. Im Verlauf des Juni gab der Index der Börse in Hongkong um fünf Prozent nach. Einige Börsenaspiranten wie der australische Bergbaukonzern Resourcehouse zogen bereits ihre Börsenpläne zurück. Der Kofferhersteller Samsonite International musste bei seinem Börsengang die Aktien am unteren Ende der Preisspanne verkaufen.
Reuters

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