Börsengang
Interhyp nennt Aktien-Preisspanne

Der Finanzdienstleisters Interhyp hat für den bevorstehenden Börsengang eine Preisspanne von 36 bis 42 Euro genannt, innerhalb der Kaufangebote abgegeben werden können. Insgesamt werden 2,1 Millionen Aktien angeboten. Mit den Einnahmen will der unabhängige Vermittler von privaten Baufinanzierungen per Internet seinen Marktanteil in Deutschland früheren Angaben zufolge deutlich ausbauen.

HB FRANKFURT. Das teilte die Interhyp am Freitagabend außerdem mit. Die Mehrzuteilungsoption umfasse weitere gut 300 000 Aktien. Vor wenigen Tagen hatte die Interhyp noch von bis zu 2,7 Millionen Aktien gesprochen. Die Aktien würden vom 26. bis 28. September angeboten, hieß es weiter. Am 28. September werde der Platzierungspreis festgelegt, die Handelsaufnahme erfolge voraussichtlich einen Tag später. Entgegen dem üblichen Verfahren hatte die Interhyp die Preisspanne erst nach der Roadshow festgelegt.

Martin Hörstel von der Deutschen Bank, die den Börsengang federführend begleitet, schätzte das Emissionsvolumen zuletzt auf rund 100 Millionen Euro. Über eine Kapitalerhöhung von 700 000 Aktien dürften Interhyp rund 25 Millionen Euro zufließen. Mit den Geldern will die Interhyp den Marktanteil bei der Baufinanzierung in Deutschland von derzeit 1,5 Prozent auf lange Sicht bis auf zehn Prozent ausweiten und schließt dabei auch Zukäufe nicht aus. Das Volumen der vermittelten Darlehen solle in den nächsten fünf Jahren rund zehn Milliarden Euro erreichen, hatte der Vorstand erklärt.

Im ersten Halbjahr 2005 vermittelte die rund 200 Mitarbeiter zählende Interhyp aus München etwa 6750 Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden Euro. Bei einem Umsatz von 17 (Vorjahr: 7,3) Millionen Euro wurde dabei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Nettogewinn von 3,1 (0,1) Millionen Euro erzielt. Analysten weisen darauf hin, dass die 1999 gegründete Interhyp in einer sehr wettbewerbsintensiven Branche agiert. Darunter könnte die Profitabilität leiden.

Der Streubesitz wird sich nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf über 40 Prozent belaufen. An dem Börsenkandidaten sind die Risikokapitalgesellschaften Earlybird und 3i mit zusammen rund 45 Prozent beteiligt. Je 24 Prozent der Anteile liegen den Angaben zufolge in den Händen der Gründer und Vorstände Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf. Dem Emissionskonsortium gehört neben der Deutschen Bank das Bankhaus Sal. Oppenheim an.

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