Börsengang
Investoren reißen sich um GM-Aktie – Preisspanne erhöht

Noch vor einem Jahr galt General Motors als hoffnungsloser Fall. Jetzt steigt der US-Autobauer wie Phönix aus der Asche. Zum Börsengang übertrifft die Nachfrage nach GM-Papieren die kühnsten Hoffnungen. Der US-Autobauer nutzt die Gunst der Stunde und hebt kurz vor Toresschluss die Spanne für den Ausgabepreis noch einmal deutlich an.
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HB DETROIT. Wer hätte das noch vor einigen Monaten gedacht: Die Aktien von General Motors sind begehrt. Investoren aus aller Welt wollen bei der Rückkehr des Branchenurgesteins an die Börse dabei sein und sich ihren Anteil am Opel-Mutterkonzern sichern. Von arabischen und asiatischen Staatsfonds ist da die Rede und sogar vom chinesischen Autobauer SAIC, mit dem GM schon seit Jahren gemeinsam Autos im Reich der Mitte fertigt.

Bei 32 bis 33 Dollar je Aktie steht das Preisschild mittlerweile. Ursprünglich hatte GM höchstens 29 Dollar haben wollen. An diesem Mittwoch dürfte der endgültige Preis feststehen. Am Donnerstag soll dann der Handel an der New Yorker Börse beginnen. Damit endet mehr als ein Jahr unter staatlicher Kontrolle. In dieser Zeit des Umbruchs ist bei GM kein Stein auf dem anderen geblieben.

Dutzende Werke machten dicht, Tausende Stellen fielen weg, auch ein großer Teil der alten Führungsriege musste gehen. Sie hatte den einst weltgrößten Autohersteller über Jahre heruntergewirtschaftet. Viele Modelle fielen bei den Kunden durch, die Qualität ließ zu wünschen übrig, überdies stiegen die Kosten für die Pensionen und Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter in schwindelerregende Höhen. Als dann in der Wirtschaftskrise auch noch die Stammklientel wegblieb, brach GM zusammen.

Im Sommer 2009 hätte wohl kaum ein Anleger auch nur einen Cent auf das Comeback von GM gewettet. Und nun sollen in einem ersten Schritt bis zu 13,9 Mrd. Dollar in die Taschen der Besitzer fließen - wenn alle regulären Aktien und die „eiserne Reserve“ der beteiligten Banken rausgehauen werden. Anfang des Monats hatte die Summe noch auf 12,2 Mrd. Dollar gelautet. GM selbst fließen weitere vier Mrd. Dollar zu über Vorzugsaktien.

Der satte Zuwachs kommt in erster Linie dem amerikanischen Steuerzahler zugute, der GM mit seiner großzügigen Hilfe den Neustart ermöglicht hatte. Aber auch der kanadische Staat, die Autogewerkschaft UAW und Altgläubiger kriegen ihren Teil ab. Sie alle hatten GM in der schweren Zeit unterstützt.

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