Börsengang
Investoren stürzen sich auf Börsenkandidat Gagfah

Die Immobilienholding Gagfah will wegen hoher Nachfrage das Börsendebüt auf den 19. Oktober vorziehen.

HB FRANKFURT. Wegen starken Interesses der Investoren wurde die Zeichnungsfrist um zwei Tage auf den 18. Oktober verkürzt.

Es habe „signifkante Kaufangebote“ gegeben, teilte Gagfah am Montag in Frankfurt mit. Die Zeichnungsfrist ende deshalb nun am 18. Oktober. Ursprünglich hatte das Unternehmen den 20. Oktober angepeilt. Früheren Angaben zufolge bietet der Immobilienkonzern inklusive Mehrzuteilungsoption bis zu 44,9 Millionen Anteilsscheine an. Der Handelsstart für die Aktie soll nun am 19. Oktober sein.

Das Nachfrage am Graumarkt nach den Gagfah-Papieren habe in den vergangenen Tagen angezogen, sagte Händler Stefan Chmielewski vom Brokerhaus Lang & Schwarz. „Erst waren einige Anleger skeptisch gewesen und die Aktie erschien ihnen zu teuer. Die Stimmung hat sich jetzt verbessert.“ Im vorbörslichen Handel lagen die Papiere am Montagvormittag zwischen 18,80 und 19,80 Euro und damit teilweise über der von 17 bis 19 Euro reichenden Preisspanne. In der vergangenen Woche waren die Titel im Graumarkt zeitweise noch zwischen 17 und 18 Euro taxiert worden.

Mit einem Emissionsvolumen von bis zu 853 Millionen Euro wäre der Börsengang der Gagfah der bislang zweitgrößte in Deutschland in diesem Jahr nach Wacker Chemie.

Mit dem Börsengang der Gagfah-Dachgesellschaft, zu der die Wohnungsgesellschaften Gagfah (Essen), Nileg (Hannover) und Woba (Dresden) gehören, macht erstmals ein ausländischer Finanzinvestor seine Beteiligung an deutschen Wohnungen zu Geld. In den vergangenen Jahren hatten Großanleger vor allem aus den USA und Großbritannien für Milliardensummen Hunderttausende Wohnungen von Kommunen und Unternehmen erworben.

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