Börsengang
Mastercard geht an die Börse

Die Eigentümer des weltweit zweitgrößten Kreditkartenunternehmens Mastercard haben den Weg für den Anfang 2006 geplanten milliardenschweren Börsengang freigemacht.

NEW YORK. Wie Mastercard am Montagabend mitteilte, stimmten 94 Prozent der Anteilseigner bei einer außerordentlichen Hauptversammlung für die Börsenpläne. Mastercard plant, bis zu 49 Prozent der Anteile an die Börse zu bringen. Den Emissionserlös schätzt Mastercard auf bis zu 2,45 Mrd. Dollar, was einem Marktwert von mehr als fünf Mrd. Dollar für das gesamte Unternehmen entspricht. Mit dem Parkettdebüt wandelt Mastercard sich von einer Mitgliedervereinigung in eine straffer organisierte Aktiengesellschaft. Die mehr als 1 400 Mitgliedsbanken verlieren nach dem Börsengang ihr Stimmrecht, und der Aufsichtsrat wird mehrheitlich mit unabhängigen Mitgliedern besetzt.

Mastercard entstand 1966 als „Interbanken-Karten-Vereinigung“ von Banken und Finanzdienstleistern, die Kredit- und Kontokarten mit dem Mastercard-Logo herausgeben. Der Konzern wickelt den Zahlungsverkehr dieser Karten zentral ab. Widerstreitende Interessen zwischen den Eignern gelten als Wachstumshemmnis für Mastercard. Die Einnahmen aus dem Börsengang will das Unternehmen nach eigenen Angaben nutzen, um Mitgliedsbanken auszukaufen und die Position im Wettbewerb mit dem Weltmarktführer Visa zu stärken.

Konsortialführer für den Börsengang sind die US-Banken Citigroup und JP Morgan Chase sowie die britische HSBC. Als „globaler Koordinator“ agiert Goldman Sachs. Citigroup hat mit 75 Millionen Stück die meisten Kreditkarten mit Mastercard-Logo herausgegeben. JP Morgan Chase folgt an zweiter Stelle mit 40 Millionen Kreditkarten.

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