Börsengang ohne Kapitalerhöhung
Mox Telecom will ohne frisches Kapital auskommen

Die Mox Telecom AG will nach wie vor am 6. Dezember an die Börse, hat die geplante Kapitalerhöhung und die Platzierung der angebotenen Aktien aber abgesagt. Der Anbieter von Prepaid-Produkten für Telekomdienstleistungen begründete dies am Montag mit der geringer als erwartet ausgefallenen Nachfrage.

HB RATINGEN. Das Risiko einer deutlich negativen Entwicklung des Aktienkurses und der damit verbundene Imageschaden sei für das Unternehmen zu hoch, um eine Platzierung von Aktien in dem derzeitig schwierigen Börsenumfeld zu befürworten.

Christoph Zwingmann, Finanzvorstand von Mox Telecom, erklärte: „Wir hatten von Anfang an alternative Finanzierungs-Szenarien für unser Unternehmenswachstum geprüft. Auch ohne frische Mittel aus der Platzierung sehen wir eine sehr gute Ausgangsbasis für die geplante Unternehmensentwicklung. Die größte Einzelinvestition beispielsweise könnte über eine attraktive Leasingkonstruktion realisiert werden.“

Ursprünglich wollte das Unternehmen einschließlich Mehrzuteilungsoption insgesamt bis zu 1,42 Millionen Aktien zum Kauf anbieten will. Davon sollten bis zu eine Million Titel aus einer Kapitalerhöhung und bis zu 235.700 Anteilsscheine aus dem Eigenbestand stammen; 185.000 Aktien sollten die Altaktionäre für einen eventuellen Greenshoe beisteuern. Dabei sollten die Aktien in einer Preisspanne von je 9 bis 11 Euro angeboten werden.

Das Unternehmen betonte am Montag, dass die Börseneinführung der Mox-Telecom- Aktien in den Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse wie ursprünglich geplant durchgeführt werden soll.

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