Börsengang
Schmuckproduzent Pandora spielt Milliarden ein

Mit einem starken Kursanstieg ist der dänische Schmuckhersteller Pandora an der Börse in Kopenhagen gestartet. Die Aktie des Unternehmens stieg um bis zu 15 Prozent. Mit bis zu 1,5 Milliarden Euro ist das IPO eines der größten in Europa in diesem Jahr. Bei Pandora selbst landet allerdings nur ein Bruchteil des Erlöses.
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HB KOPENHAGEN. Einer der größten Börsengänge in Europa in diesem Jahr hat den neuen Aktionären gleich am ersten Tag kräftige Gewinne beschert. Das Papier des dänischen Schmuckherstellers Pandora, das zu 210 dänischen Kronen ausgegeben wurde, stieg zum Handelsstart in Kopenhagen am Dienstag um bis zu 15 Prozent auf 241 Kronen.

Der Erlös von bis zu 1,5 Milliarden Euro geht zum allergrößten Teil an die Alteigentümer, den Finanzinvestor Axcel, und die Gründerfamilie von Pandora. Dem Unternehmen selbst fließen aus dem Börsengang nur 75 Millionen Euro zu. Damit will Pandora im Ausland weiter expandieren.

"Die Nachfrage war phänomenal hoch, höher als ich dachte", sagte Portfolio-Manager Jesper Poll von Danske Invest. "Einige Investoren haben gar keine Zuteilung bekommen." Sie kauften nun an der Börse nach, sagte Mads Zink, Chefhändler der Danske Bank. Nur fünf Prozent der Aktien gingen an Kleinaktionäre, den Rest zeichneten dänische und ausländische institutionelle Investoren.

Der Ausgabepreis lag in der oberen Hälfte der Preisspanne, die von 175 bis 225 Kronen reichte. Abhängig von der Ausübung der Mehrzuteilungsoption ist Pandora der dritt- bis fünftgrößte IPO in Europa in diesem Jahr. Nach dem Börsengang sind - bei Vollzuteilung der Platzierungsreserve - 41 Prozent der Aktien im Streubesitz. Begleitet wurde er von Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley und Nordea.

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