Börsengang
Smartrac-Erstnotiz auf Ausgabeniveau

Die Aktie der Smartrac NV ist am Donnerstag mit 17 Euro an der Börse in Frankfurt gestartet und damit exakt auf dem Niveau des Emissionspreises.

HB FRANKFURT. Der Hersteller von RFID-Funkchips sowie von Komponenten für kontaktlose Kreditkarten und Reisepässe hatte im Rahmen des Börsengangs 3,5 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung zum Stückpreis von 17 Euro ausgegeben. Gegen 10.02 Uhr wies das Papier ein Plus von 5,2% auf und ging mit 17,89 Euro um.

Zu einer Verzögerung des Börsenganges war es gestern gekommen, weil die Zahl der emittierten Aktien um 500 000 Stücke aus dem Besitz der Altaktionäre reduziert wurde. Statt der anvisierten vier Millionen Aktien kommen nun nur 3,5 Millionen Stücke an die Börse. Diese stammen komplett aus einer Kapitalerhöhung. Dem Unternehmen fließen damit brutto 59,5 Mill. Euro zu, wovon nach Abzug der Kosten netto 51 Mill. Euro übrig bleiben.

Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 25,2 Mill. Euro und dabei einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 4,9 Mill. Euro.

Im laufenden Jahr ist Smartrac Börsenneuling Nummer 14 im Prime Standard. Im Frühjahr musste das Unternehmen seinen Börsengang zunächst absagen, weil ehemalige geschäftliche Weggefährten von Vorstandschef Manfred Rietzler wegen Patentrechtsverletzungen gegen Smartrac geklagt hatten. Diese Klage wurde am 19. Juni von der Staatsanwaltschaft Augsburg eingestellt.

Dass der Anteil der Altaktionäre nicht platziert werden konnte, schob das Management auf das derzeit schwierige Umfeld. Mit dem Ausgabepreis von 17 Euro ist die Aktie nun mit dem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von elf bewertet.

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