Börsengang und Megavertrag
ManUnited kann sich vor Geld kaum retten

Geldregen für Manchester United: Rund 270 Millionen Euro soll der Börsengang des britischen Fußball-Clubs einbringen. Hinzu kommt ein fast schon unmoralisches Angebot des amerikanischen Autoriesen General Motors.
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New YorkDie Eigner des Traditions-Fußballclubs Manchester United wollen beim geplanten Börsengang an der Wall Street rund 330 Millionen Dollar einsammeln. Wie der von einer amerikanischen Milliardärs-Familie kontrollierte englische Fußball-Rekordmeister am Montag weiter mitteilte, liegt die Preisspanne für die Erstemission (IPO) an der New York Stock Exchange zwischen 16,00 und 20,00 Dollar. Insgesamt will der Club 16,67 Millionen Anteilsscheine anbieten. An der oberen Spanne würde Manchester United mit 3,3 Milliarden Dollar bewertet.

Der 19-malige englische Meister, der zuletzt seinen Titel an den Stadtrivalen Manchester City verlor, ist im Besitz der US-Familie Glazer. Der Verein und die Glazers werden die Hälfte der Anteilsscheine verkaufen. Nach dem IPO wird die Familie weiterhin eine dominante Position innehaben, mit 89,8 Prozent der kombinierten A- und B-Aktien. Der hochverschuldete Traditionsverein will die Einnahmen aus dem Börsengang nutzen, um Verbindlichkeiten abzubauen.

Wie aus den IPO-Unterlagen hervorgeht, rechnet Manchester United fürs Finanzjahr 2012 mit einem Umsatz zwischen 315 und 320 Millionen Pfund. Kreisen zufolge startet die Roadshow am Mittwoch, mit Stopps in den USA, Europa und Asien.

Einen genauen Termin für den Börsengang gibt es aber weiterhin nicht. Auch wäre denkbar, dass Manchester United den Börsengang in letzter Minute abbläst - wenn etwa die Nachfrage der Anleger nach den Wertpapieren zu gering wäre. Mit den Einnahmen sollen die hohen Schulden des Clubs abgebaut werden, die noch aus der Übernahme durch den derzeitigen Besitzer Malcolm Glazer im Jahr 2005 stammen.

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Eine halbe Milliarde Euro für sieben Jahre

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  • 80mio euro aktivierungsgebühr (signing fee?) plus
    50mio euro ERFOLGSABHÄNGIG pro jahr, macht auf 7 jahre im besten fall round about 420mio euro und nicht 500. aber so kennt man die medien von heute. hauptsache reißerischen kram online stellen in der jagd um klicks (mehr als eine halbe milliarde klingt halt nicer - WÜRG).
    ist natürlich immer noch ein kranker deal! aber im bezug aufs ffp aus uniteds sicht ein meilenstein. man pöhlt die relevanten einnahmen in den himmel wovon allerdings auch die scheichklubs profitieren dürften, da so das fair value prinzip für die sponsoringdeals ein neues benchmark erreicht!
    im basecase wird united sicher mit ca 380mio euro für 7 jahre kalkulieren können, was p.a. fast 55mio bedeutet. und demnach eine geschmeidige verdopplung des Aon sponsorings darstellt. das sind neue maßstäbe, an denen sich branchenweit orientiert werden dürfte. mich wundert es aber trotzdem, da ich nicht erkennen kann, wo der werbewert von united sich in den letzten jahren mehr als verdoppelt haben soll. aber man kann über die vertragsdetails sowieso nur spekulieren. ein stirnrunzeln bleibt...

  • Marktwert/Umsatz = 6,5. Was für eine super Anlagemöglichkeit für den kleinen Fan! Bei der überbewerteten Apple-Aktie liegt das Verhältnis bei „nur“ ca. 5,5.
    Und die Brust eines ManU-Spielers ist dreimal so wertvoll, wie die eines Bayern-Spielers. Ein perfider Vertag des entlassenen Marketingchefs? Wie viele Blechkisten muss GM wohl verkaufen, damit sie diese 500 Mio. Euro in 7 Jahren wieder reinspielen? Egal, wenn die Rechnung nicht aufgeht, kann man sich ja wieder vom amerikan. Steuerzahler retten lassen!

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