Börsengang
Visa will Milliarden einsammeln

Der größte US-Kreditkartenkonzern Visa will bei seinem geplanten Börsengang bis zu zehn Mrd. Dollar (6,8 Mrd. Euro) erlösen. Die Erstnotierung wäre damit eine der größten in den USA seit vielen Jahren. Visa plant den Börsengang nach bisherigen Angaben spätestens für die erste Jahreshälfte 2008.

HB NEW YORK. Der Konzern hatte den Schritt erstmals vor gut einem Jahr für die folgenden 12 bis 18 Monate angekündigt. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Wochenende machte Visa nochkeine weiteren Angaben zur geplanten Erstnotiz. Mit dem Schritt folgt Visa dem Beispiel des Konkurrenten Mastercard, der im Mai vergangenen Jahres an die Börse ging. Seither hat sich der Kurs dieser Aktie fast verfünffacht auf zuletzt gut 191 Dollar. Mastercard ist damit an der Börse rund 25 Mrd. Dollar wert. Dem größeren Visa-Konzern trauen Experten eine noch höhere Marktkapitalisierung zu.

Der Visa-Börsengang wäre der zweitgrößte eines US-Unternehmens nach AT&T Wireless im Jahr 2000 (10,6 Mrd. Dollar). Ihren bisherigen Plänen zufolge will die Gesellschaft mit Sitz in San Francisco (Kalifornien) insgesamt etwas mehr als die Hälfte ihrer Aktien platzieren. Derzeit gehört der Kreditkartenbetreiber seinen über 10 000 Mitgliedsbanken. Als börsennotiertes Unternehmen wäre Visa unabhängiger und könnte neue Kooperationen eingehen.

Erst letzte Woche hatte Visa nach einem jahrelangen Kartellstreit dem Konkurrenten American Express die Zahlung von gut zwei Mrd. Dollar zugesagt. Von Zahlungsausfällen bei US– Kunden sind Visa und Mastercard nicht betroffen. Das Kreditrisiko liegt voll bei den Mitgliedsbanken.

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