Börsengang von Voltabox
„Wir bringen die E-Aktie“

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Preisspanne wird angehoben

Neben Pampel waren am Freitagmorgen noch zwei andere Männer im Fokus. Zum einen Finanzvorstand Andre Klasing, wie sein Kollege Pampel in roter Krawatte mit besticktem Voltabox-Logo. Zum anderen Aufsichtsratschef Frers, ohne rote Krawatte, ohne Voltabox-Logo, aber in Begleitung seiner Frau. Frers war auch sichtlich stolz, als er die Börsenglocke ergriff, sie in die Luft hielt und kräftig läutete. Der Moment, als Voltabox seinen ersten Preis feierte, war zwar nicht so pompös wie kürzlich beim Börsenstart von Delivery Hero – damals fiel Konfetti aufs Parkett. Aber gute, aufgeregte und gleichzeitig erleichterte Stimmung war trotzdem zu spüren.

Immerhin war der IPO höher als erwartet. Die sogenannte Freeze-Phase nach Verkünden der Preisspanne, in der keine Kauf- und Verkaufaufträge mehr eingegeben, verändert oder gelöscht werden dürfen, wurde wieder aufgehoben. Es gab noch andere Preisangebote, sodass der Konsortialführer das Orderbuch für 15 Minuten wieder eröffnete. „Der Markt muss die Chance haben, darauf reagieren zu können“, sagt Patrick Kalbhenn, Sprecher der Deutschen Börse. „Was für das Unternehmen gut ist“, fügt er hinzu, denn die Preisspanne wurde auf 29 bis 32 Euro angehoben.

Nach der Preisverkündung gilt: Die insgesamt 6,3 Millionen Aktien können ab Freitag zu einem Preis von 30 Euro gehandelt werden. 40 Prozent davon sind für den Streubesitz, die anderen 60 Prozent hält die Paragon AG, die langfristig Mehrheitsaktionärin bleiben will. Ganz getrennt sind die beiden Firmen seit dem Börsengang also nicht. Daran hat wohl auch Martin Reck, Managing Director der Deutschen Börse, gedacht, als er zu Anfang der Auktion eine kurze Rede hielt. „Lieber Aufsichtsrat der Paragon AG“, wollte er beginnen. Dann stockte er, denn Klaus Dieter Frers sitzt schließlich im Aufsichtsrat von Voltabox. Er ist gleichzeitig Gründer und Vorstandschef von Paragon.

Mit Paragon im Rücken schaut Voltabox also nun nach vorn. Das Unternehmen agiert in einer Branche, der die Zukunft gehört. Es sitzt auf gut gefüllten Auftragsbüchern und will 2019 sogar einen Umsatz von etwa 100 Millionen Euro erreichen. „Der Markt wächst offensichtlich“, sagt Jürgen Pampel, „und unser Unternehmen auch, mit erstaunlichen Wachstumsraten.“ Demnächst wolle es in Baufahrzeuge und Landmaschinen investieren. „Wir werden organisch wachsen und wir werden auch ganz klar durch Zukäufe größer werden.“ Voltabox führe Gespräche, wolle sich aber nicht weiter äußern. Die Pläne sind sehr ambitioniert , doch das geglückte Börsendebüt bietet schon mal gute Vorzeichen.

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