Börsenkandidat legt Preisspanne fest
Petrotec hofft auf bis zu 139 Millionen Euro

Der Biodieselproduzent Petrotec bietet im Zuge seines für November geplanten Börsengangs seine Aktien zum Preis von 17 bis 22 Euro zum Kauf an.

HB FRANKFURT. Zur Emission seien insgesamt bis zu 6,325 Millionen Anteilsscheine vorgesehen, teilte die Gesellschaft am Sonntag mit. Davon stammten 5,5 Millionen Stück aus einer Kapitalerhöhung, lediglich die Mehrzuteilungsoption von 825 000 Aktien komme aus dem Besitz der Altgesellschafter. An dem Produzenten von Biodiesel aus kostengünstigem Altspeisefett hat im Frühjahr der Finanzinvestor Warburg Pincus für etwa 70 Mill. Euro 90 Prozent der Anteile erworben. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf maximal 139 Mill. Euro. Interessenten könnten von Montag bis Freitag ihre Kaufaufträge für die Aktien abgeben. Das Debüt des nach Crop Energies und Verbio dritten Biospritherstellers am Kapitalmarkt nach der Sommerpause ist für den 6. November vorgesehen.

Bei vollständiger Platzierung aller angebotenen Aktien beläuft sich der Streubesitz auf 60 Prozent. Bei einer Zuteilung am oberen Ende der Preisspanne käme Petrotec auf einen Börsenwert von bis zu 230 Mill. Euro. In einer Studie des den Börsengang federführend organisierenden Bankhauses UBS wurde das Unternehmen vor der Kapitalerhöhung mit 338 bis 448 Mill. Euro bewertet.

Die Petrotec zufließenden Gelder aus dem Börsengang von bis zu 121 Mill. Euro will Vorstandschef Roger Böing unter anderem für die Rückzahlung von Krediten verwenden. Ferner solle die Produktionskapazität bis zum Jahr 2009 auf rund 485 000 Tonnen in etwa verfünffacht werden. Damit stellt sich der Börsenkandidat auf das erwartete Marktwachstum ein. Erst am Donnerstag hatte die Bundesregierung das Biokraftstoffquotengesetz beschlossen, mit dem die Mineralölunternehmen zu einer über die Jahre ansteigenden Beimischung von Biosprit zu herkömmlichen Kraftstoffen verpflichtet werden.

Die im niederrheinischen Borken ansässige Petrotec hatte 2005 bei einem Umsatz von 40,4 Mill. Euro einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von acht Mill. Euro erwirtschaftet. Dem Bankenkonsortium gehören neben UBS auch Sal. Oppenheim und die Bayerische Landesbank an.

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