Börsenkandidat senkt Preisspanne
SAF-Holland muss Aktien günstiger abgeben

Der Lkw-Achsenhersteller SAF-Holland hat nicht genügend Abnehmer für seine Aktien gefunden. Nun will der Börsenkandidat mit einer massiven Preissenkung doch noch den Sprung auf das Parkett schaffen. Der Termin dafür wurde ebenfalls verschoben.

HB FRANKFURT. Die Anteilsscheine könnten nun zu 19 bis 20 Euro gezeichnet werden, teilte der Börsenkandidat am Montag mit. Zuvor waren die Papiere der mehrheitlich im Besitz des Finanzinvestor Pamplona befindlichen SAF-Holland zwischen 22,50 bis 28 Euro angeboten worden.

Zudem werde die Anzahl der zur Emission vorgesehenen Aktien auf bis zu 8,25 Mill. Stück, wovon 750 000 Papiere als Mehrzuteilungsoption reserviert sind, verknappt. Das Emissionsvolumen schrumpfe damit im besten Fall auf 165 Mill. Euro. Bislang hatte sich der Börsenkandidat bei einer Zuteilung aller ursprünglich angebotenen bis zu 13,2 Mill. Aktien einen Erlös von 371 Mill. Euro erhofft. Damit die Interessenten ihre Kauforders abgeben können, verschiebt sich das für Dienstag geplante Börsendebüt im stark regulierten Prime Standard auf Donnerstag.

Mit den neuen Konditionen kommt SAF-Holland Investoren entgegen, die die alte Preisspanne als ambitioniert bezeichnet hatten. Zudem hatten diese moniert, dass der Löwenanteil des Emissionserlöses an die Altgesellschafter um den Investor Pamplona gehen sollte.

Nach den neuen Plänen kommt SAF-Holland mit bis zu 102 Mill. Euro nun der Großteil des Emissionserlöses zu. Mit dem frischen Geld will Vorstandschef Rudi Ludwig die 375 Mill. Euro schwere Schuldenlast reduzieren.

Der 3100 Mitarbeiter zählende Produzent von Achsen und Fahrwerkssystemen für Lastwagen, Sattelauflieger und Lkw-Anhänger mit Sitz in Bessenbach bei Aschaffenburg rechnet für 2007 mit einem auf Vorjahresniveau liegenden Umsatz von rund 780 Mill. Euro. Unter dem Strich erzielte der erst seit kurzem aus der Fusion der Otto Sauer Achsenfabrik (SAF) mit dem US-Konkurrenten Holland entstandene Börsenkandidat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 31,5 Mill. Euro. Den Börsengang organisiert Morgan Stanley federführend.

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