Börsenkandidat will Dividende zahlen
Zeichnungsfrist für Wincor Nixdorf hat begonnen

Wincor Nixdorf hat das Startsignal für den ersten größeren deutschen Börsengang seit mehr als zwei Jahren gegeben. Der Börsenaspirant plant im ersten Halbjahr bereits die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2003/04. Die Gelder aus dem für den 19. Mai geplanten Börsengang will der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen überwiegend zum Abbau von Schulden verwenden.

HB FRANKFURT. „Wir glauben, dass wir dieses Jahr eine Dividende von 20 Mill. € ausschütten können, nächstes Jahr sollen es dann 30 Mill. € sein“, kündigte Finanzvorstand Eckard Heidloff am Montag in Frankfurt an. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 (zum 30. September) konnte der weltweit drittgrößte Anbieter von Geldautomaten für Banken und Kassensystemen für den Handel seinen Umsatz um sieben Prozent auf 733,4 Mill. € erhöhen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg der Gewinn um knapp 13 % auf 60,4 Mill. €. Für das Gesamtjahr visiert Heidloff einen Umsatzanstieg von sechs Prozent an.

Wincor Nixdorf bietet seine Aktien in einer Preisspanne von 41 bis 50 € je Stück zum Kauf an. Die Zeichnungsfrist laufe vom 10. bis 18. Mai, einen Tag später soll dann die Erstnotiz erfolgen. Zusammen mit der Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG, die bereits am 17. Mai ihren Einstand am Kapitalmarkt geben wird, wären dies die ersten deutschen Börsengänge seit Sommer 2002. Auf die Frage, ob eine Indexzugehörigkeit anvisiert werde, antwortete Heidloff: „Ich persönlich würde gerne im MDax notiert sein.“

Inklusive einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von bis zu 1,24 Mill. Aktien sollen etwa 9,5 Mill. Anteilsscheine an der Börse platziert werden. Davon stammen rund 2,48 Mill. Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Die beiden Hauptanteilseigner Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Goldman Sachs Capital Partners wollen in Verbindung mit dem Börsengang (IPO) rund 5,8 Mill. Anteilsscheine abgeben. Nach der Börsennotierung befänden sich über 50 % der Aktien im Streubesitz. Wincor wird mit bis zu rund 800 Mill. € bewertet. Das Emissionskonsortium wird von der Deutschen Bank und von Goldman Sachs angeführt.

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