Börsenstart der neuen Metro
Was sich für Metro-Anleger ändert

Deutschlands einst größter Handelskonzern ist ab sofort geteilt: Mit dem Börsenstart zweier unabhängiger Unternehmen ist die Spaltung der Metro abgeschlossen. Was der Aktiensplit für Auswirkungen hat.
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FrankfurtUm genau 9.05 Uhr schwang Olaf Koch die schwere Börsenglocke. Erst sehr verhalten, schließlich wurde der Vorstandsvorsitzende der Metro aber deutlich mutiger und das Läuten dröhnte durch den Frankfurter Handelssaal. Die Aufteilung der Metro-Gruppe zwei in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen ist perfekt. Für das Unternehmen ist das ein großer Schritt, für Anleger ändert sich dagegen wenig.

Der Düsseldorfer Konzern hat sich in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhändler aufgespalten, die seit diesem Donnerstag an der Börse notiert sind. Der Lebensmittelhändler mit den Supermarktketten und dem Großhandelsgeschäft firmiert unter dem Namen Metro, der Elektronikhändler Media-Saturn ist Teil der neuen Holding Ceconomy. „Mit der Börsennotierung der neuen Metro starten wir in die Zukunft“, sagte Koch, der auch an der Spitze des neuen Lebensmittelhändlers steht. Beide Teile sollen durch die Aufteilung schlagkräftiger und für Investoren attraktiver werden.

Wenige Minuten nachdem Koch die Börsenglocke geläutet hat, wurde der erste Kurs der neuen Metro angezeigt: eine Punktlandung auf 20 Euro. Im Verlauf des morgendlichen Handels gab die Aktie allerdings nach, notierte zuletzt bei 19 Euro. Die Holding Ceconomy eröffnete bei 9,32 Euro, stieg dann auf zuletzt 9,77 Euro.

„Die Kursverteilung Zwei-Drittel zu Ein-Drittel war zu erwarten“, sagte ein Händler. „Allerdings sehen wir insgesamt einen Abschlag zum Schlusskurs der alten Metro, das ist schon eher überraschend. Die Titel stehen etwas unter Verkaufsdruck.“ Für den ersten Handelstag rechnen die Händler aus technischen Gründen mit großen Kursbewegungen.

Denn die Metro-Aufspaltung ist kompliziert: Die Aktionäre der früheren Metro AG, jetzt Ceconomy, hatten im Vorfeld für jede gehaltene Stammaktie eine zusätzliche Aktie der neuen Metro erhalten. Gleiches galt für die Vorzugsaktien. Zwar ist die Ceconomy-Aktie deutlich weniger wert als die der alten Metro, die neue Metro-Aktie sollte den Kursrückgang aber ausgleichen. Die alte Metro hatte sich am Vorabend mit einem Schlusskurs von 29,19 Euro von der Börse verabschiedet. Zuletzt waren die neue Metro und Ceconomy zusammen 28,77 Euro wert.

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