BP und Total belohnen Anleger mit Aktienrückkäufen: Strategen setzen auf europäische Öl-Werte

BP und Total belohnen Anleger mit Aktienrückkäufen
Strategen setzen auf europäische Öl-Werte

Die Analysten empfehlen angesichts des hohen Ölpreises wieder verstärkt den Einstieg in Aktien von Ölkonzernen. Die Investmentbank Merrill Lynch hat bereits ihre Ergebnisschätzungen für den gesamten Sektor erhöht: Wenn Ölpreise und Raffineriemargen hoch blieben, müssten die Schätzungen im ersten Halbjahr um 40 Prozent steigen. Das europäische Brent-Öl markierte in der vergangenen Woche mit 53,33 Dollar ein neues Hoch.

HB DÜSSELDORF. „Die entscheidende Frage ist, auf welchem Niveau sich der Ölpreis einpendelt“, sagte Rolf Elgeti, Chefstratege bei ABN Amro. „Wenn er so hoch bleibt, ist der gesamte Sektor viel zu billig bewertet.“ Sein Rat: weiter übergewichten. „Das ist der einzige defensive Sektor, der noch eine vernünftige Bewertung aufweist – alle anderen sind gestiegen.“

Die Chancen für anhaltend hohe Rohölpreise sind jedenfalls gut. Neben kurzfristigen Versorgungsängsten auf Grund des Winterwetters in den USA und Europa gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die die Märkte verunsichern. Dazu gehört die politisch instabile Lage im Nahen Osten – Iran, Syrien – ebenso wie die starke Weltnachfrage, die immer wieder nach oben korrigiert wird.

Auch die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) trägt nur wenig zur Entspannung bei. So sagte Irans Opec-Gouverneur Hossein Kazempour Ardebili am Sonntag, dass die Opec sich nicht in der Pflicht sehe, die hohen Preise zu bremsen. Das Ölkartell trifft sich am 16. März in Isfahan, um über die Förderquoten zu beraten. Eine Drosselung der Produktion gilt inzwischen aber als unwahrscheinlich.

Die Ölkonzerne profitierten allerdings nicht „eins zu eins“ vom Preisanstieg, sagt Ralph Herre, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Denn die Förderländer koppeln die Abgabenlast progressiv an den Ölpreis. Zudem mache der starke Euro den europäischen Ölfirmen zu schaffen, wenn auch diese Belastung im Jahr 2005 etwas geringer sein werde als 2004.

Dennis Nacken von Helaba Trust erwartet zwar, dass der Ölpreis wieder sinkt, sobald Sonderfaktoren wie der extrem kalte Winter die Nachfrage nicht mehr in die Höhe treiben. Dennoch sieht er die Aktien der Ölkonzerne positiv, etwa die Papiere der britischen BP.

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