Branche im Fokus
Anleger greifen bei Solaraktien zu

An der Börse ist ein guter Tage für die Aktien der Solarunternehmen. Zwar hat Solarworld eher mäßige Quartalszahlen vorgelegt. Der Ausblick des Unternehmens aber hat die Anleger geradezu verzückt.

HB FRANKFURT. Q-Cells kletterten im TecDax bis zum Nachmittag mit plus 14,25 Prozent auf 16,99 Euro an die Spitze des Index. Der TecDAX gewann unterdessen 2,77 Prozent auf 484 Zähler. Solarworld legten um 11,73 Prozent auf 16,98 Euro zu. Centrotherm Photovoltaics gewannen 13,80 Prozent auf 20,27 Euro. Solon stiegen um 11,41 Prozent auf 11,13 Euro.

Händler verwiesen auf die Erholung der Papiere von Solarworld, die nach anfänglichen Verlusten in Reaktion auf die Bilanzvorlage erst nach optimistisch stimmenden Äußerungen auf der Bilanzpressekonferenz ins Plus gedreht waren. Das habe auch den übrigen Solarwerten wie Q-Cells geholfen. Zudem müssten wohl einige Anleger ihre Short-Positionen eindecken, was ebenfalls zu den Gewinnen beitrüge.

Große Hoffnungen setzt Solarworld - wie die gesamte Branche - in Nordamerika, wo erneuerbare Energien künftig besonders gefördert werden sollen. Solarworld ist in der Region bereits mit zwei Werken vertreten: Mit einer Modulfertigung im kalifornischen Camarillo und einer Zellen- und Waferproduktion in Hillsboro im Bundesstaat Oregon. Hillsboro wird ausgebaut und soll bis 2011 eine Jahreskapazität von 500 Megawatt erreichen. 2009 will Asbeck zwölf bis 15 Prozent des Konzernumsatzes in den USA erzielen.

Die Commerzbank beließ die Solarworld-Titel nach endgültigen Zahlen für 2008 auf "Hold" mit dem Kursziel 17,00 Euro. Dank eines überraschend starken Cash Flows hätten die Barreserven über den Erwartungen gelegen und das untermauere die ohnehin solide finanzielle Basis des Solarkonzerns, schrieb Analyst Robert Schramm in einer Studie.

Auch die Unicredit behielt ihre "Hold"-Einstufung und das Kursziel von 14,00 Euro für SolarWorld bei. Die endgültigen Ergebnisse für 2008 hätten keine Überraschungen mehr gebracht, schrieb Analyst Michael Tappeiner in einer Studie. Die Gewinnentwicklung lasse sich weiterhin nur schwer vorhersagen.

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