Branche im Fokus: Bauaktien: Solides Fundament

Branche im Fokus
Bauaktien: Solides Fundament

Weltweit wollen die Staaten kräftig in Straßen, Brücken und Flughäfen investieren, um die Konjunktur zu stabilisieren. Profitieren werden davon vor allem die Bauunternehmen. Analysten sagen deren Aktien deshalb rosige Zeiten voraus. Das Ganze hat allerdings einen kleinen Haken.

FRANKFURT. Die Weltwirtschaft steckt mitten in der Krise. Nach dem rasanten Absturz an den internationalen Börsen haben sich die Aktienkurse aber zuletzt etwas erholt. Zu den Gewinnern gehören die Aktien von Bauunternehmen. Auf Dreimonatssicht haben die Papiere von Hochtief rund 19 Prozent zugelegt; nicht viel schlechter sieht es bei Bilfinger Berger aus: gut fünf Prozent kletterte die Aktie. Der Branchenindex Euro Stoxx Construction & Materials legte im selben Zeitraum knapp zehn Prozent zu. Geht es nach Analysten, dürfte der Aufschwung der Branche andauern. "Die Branche wird sich dank der Konjunkturprogramme deutlich erholen", sagt Perry Lucas, Fondsmanager bei der Schweizer UBS.

Um den Absturz der Weltwirtschaft zu verhindern, schnüren die Regierungen in aller Welt milliardenschwere Pakete. Wie zu Zeiten des New Deal in den dreißiger Jahren sollen in den USA Highways, Tunnels, Dämme und Deiche errichtet werden. Die Weltbank schätzt, dass allein in den USA ein Investitionsbedarf von rund 1,6 Billionen Dollar in den kommenden fünf Jahren besteht. Der künftige US-Präsident Barack Obama will fast 800 Mrd. US-Dollar locker machen, das aufstrebende China immerhin umgerechnet 600 Milliarden Dollar. Ein Großteil der Gelder soll in Infrastrukturprojekte - in Straßen, Flughäfen oder den Bau von Brücken investiert werden.

Viele Experten trauen deshalb den Bauaktien einen weiteren, kräftigen Schub zu. Allerdings sollten die Anleger bei den einzelnen Aktien genau hinschauen und ausreichend Geduld mitbringen. Ganz so einfach ist die Gleichung mit Vater Staat nämlich nicht. Baukonzerne wie Bilfinger Berger und Hochtief können auf neue Aufträge in Übersee hoffen. Sie sind auf komplexe Bauvorhaben im Brücken- und Tunnelbau spezialisiert und bereits heute gut in den USA und Asien positioniert.

Doch Unternehmen, die wie etwa Strabag hauptsächlich auf dem deutschen Markt und in Westeuropa aktiv sind, dürften weniger profitieren. Das deutsche Investitionspaket wirkt im weltweiten Vergleich fast bescheiden. Kanzlerin Angela Merkel plant, ein Investitionsprogramm in Höhe von 18

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter
Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen
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