Branche im Fokus
Welche Autoaktien sich auszahlen

Deutsche Autobauer jagen auch dank ausgefeilter Premiumstrategie von Rekord zu Rekord. Italiener und Franzosen fahren dagegen hinterher. Das gilt auch an der Börse. Worauf Anleger achten sollten.
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FrankfurtEuropas Autoindustrie gleicht einer Zweiklassengesellschaft. Während die deutschen Hersteller VW, BMW und Daimler von einem Rekord zum nächsten jagen, leiden Renault, Peugeot und Fiat unter der wirtschaftlichen Flaute in Südeuropa. Das zeigt sich auch bei den Aktienkursen. 2011 war für die deutschen Autobauer ein Rekordjahr, bei Produktion, Export und Umsatz wurden Höchstwerte erreicht. VW erwirtschaftete satte 11,3 Millionen Euro Gewinn.

Das ist mehr als jedes andere Dax-Unternehmen jemals erzielt hat. Die guten Zahlen wirken wie ein Rauschmittel auf den Aktienkurs. Seit Jahresbeginn gewann die Daimler-Aktie satte 35 Prozent hinzu, auch die Papiere von VW und BMW lagen mit 20 und 32 Prozent weit über dem Schnitt im Dax. Der legte um 14 Prozent zu. Obwohl der Aufwärtstrend schon sechs Monate anhält, rät die Mehrheit der Analysten weiterhin zum Kauf deutscher Autopapiere.

"Vor allem bei VW und BMW sehe ich noch ein enormes Wachstumspotenzial", sagt Christian Ludwig, Analyst beim Bankhaus Lampe. Dazu komme, dass zumindest die VW-Aktie noch relativ günstig ist. "Die VW-Papiere werden nur mit dem knapp Achtfachen ihres Gewinns bewertet, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt also weit unter der wichtigen Schwelle von zehn", so der Analyst. Beim KGV wird der aktuelle Kurs in Relation zum geschätzten Gewinn je Aktie gesetzt.

Von insgesamt 26 Analysten raten laut dem Informationsdienst Bloomberg 19 zum Kauf. Skeptischer beurteilen die Experten die Situation bei der Stuttgarter Konkurrenz. Obwohl der Februar einer der besten Monate in der Geschichte des Daimler-Konzerns war, hinkt das Unternehmen in puncto Ansehen. "Aufgrund der großen Nutzfahrzeugsparte ist Daimler am anfälligsten für Konjunkturschwankungen", sagt Ludwig. Außerdem sei die Aktie auf Basis seiner KGV-Schätzungen die teuerste unter den drei deutschen Autopapieren.

Der Analyst hat den Titel deshalb auf "halten" gestuft. Neben der fehlenden Dynamik mahnt Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler vor allem die Gewinnmarge an. "BMW hat nicht nur derzeit die besseren Produkte, sondern erzielt auch deutlich höhere Margen." Nicht nur VW, alle deutschen Autobauer sind in hohem Maße abhängig von den Märkten außerhalb Europas. Schlechte Nachrichten, wie Chinas gesenkte Wachstumsprognose für 2012, führen umgehend zu Kursverlusten.

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  • Die Erfolge der deutschen Autobauer kommen nicht von ungefähr. Die Hersteller Audi,BMW und Daimler und auch VW fahren in ihren Verkaufszahlen schon seit einiger Zeit auf der Erfolgsspur. Deshalb werden diese Aktien für die Anleger nie ein Risiko darstellen. Auch der Markt in China öffnet diesen Premiummarken alle Türen. Eine hohe Dividentenausschüttung und auch die Aktien selbst sind eine solide Wertanlage.

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