Branchenverband stellt Papier vor
Neue Regeln für Analysten von Anleihen

Der Branchenverband der amerikanischen Anleihehändler, die Bond Market Association (BMA), will seinen Mitgliedern empfehlen, die Analyse von Anleihen vom Verkauf und Handel zu trennen. In der kommenden Woche soll ein entsprechendes Papier vorgestellt werden.

Bloomberg. Damit will der Verband Interessenkonflikte vermeiden, wie sie Aktienanalysten in den letzten Jahren in Verruf gebracht haben. Der Vorstand des Verbands dürfte die endgültigen Fassung bereits am Dienstag genehmigen und veröffentlichen, sagte Verbandssprecher Jon Teall. Im Dezember hatte die BMA einen ersten Entwurf veröffentlicht und ihre Mitglieder um Stellungnahme gebeten.

„Der Verband ist der Auffassung, dass es im festverzinslichen Bereich keine Probleme gibt, aber es könnte Potenzial dafür geben", sagte Paul Saltzman, Executive Vice President und Syndikus der BMA, auf der Verbandstagung letzte Woche.

Derzeit untersucht die US-Wertpapieraufsicht SEC, ob Citigroup, J.P. Morgan Chase, Bank of America und die Deutsche Bank AG bei der Platzierung einer Anleihe von WorldCom im Mai 2001 wussten, dass die Anleihe riskanter war, als sie den Investoren erklärt hatten. Die Anleihe mit einem Volumen von 10 Mrd. Dollar kam 14 Monate vor der Insolvenz des Telekomanbieters auf den Markt und wurde vor kurzem zu 35 Cent je Dollar Nominalwert gehandelt.

In ihrem Entwurf von Dezember schlug die BMA vor, die Vergütung der Analysten so zu gestalten, dass ihre Unabhängigkeit sichergestellt ist. Die Analysten sollten, soweit möglich, räumlich von den Mitarbeitern im Investment-Banking getrennt werden. Die Mitglieder sollten darüber hinaus verbieten, dass Analysten positive Analysen versprechen und sicher stellen, dass Analysten, deren Berichte dem Investmentbanken-, Handels- oder Verkaufsbereich ihres Arbeitgebers schaden könnten, keine Nachteile entstehen.

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