Brasilien
Broker bei IPO ausgeschlossen

Bei Brasiliens größtem Börsengang in diesem Jahr ist es offenbar zu Unregelmäßigkeiten gekommen.

Bloomberg NEW YORK. Die Visa-Tochter Cia. Brasileira de Meios de Pagamentos hat 19 der 76 an dem IPO beteiligten Broker von der Zuteilung der Aktien ausgeschlossen, nachdem sie ohne aufsichtsrechtliche Genehmigung für die Platzierung geworben haben sollen. Die Börsenaufsicht Comissao de Valores Mobiliarios (CVM) erwägt zudem Geldstrafen.

Die Broker zeigten sich überrascht von der Entscheidung. "Mir ist nicht klar, was wir falsch gemacht haben", erklärte Marcelo Smarrito, Direktor bei Gradual CCTVM in Sao Paulo, einem der ausgeschlossenen Broker. Am Mittwochabend teilte VisaNet mit, die Zeichnungsfrist sei bis 16 Uhr am Donnerstag verlängert worden. Das Volumen der Platzierung beläuft sich auf bis zu 7,2 Mrd. Real (2,6 Mrd. Euro).

Konsortialführer Banco Bradesco habe die Broker ausgeschlossen, nachdem er "Unregelmäßigkeiten" entdeckt habe, erklärte Felipe Claret de Mota, Direktor Wertpapierregistrierung bei der CVM. Vorschriften seien dazu da, übertrieben positive Darstellungen zu verhindern und den Anlegern die Risikofaktoren bewusst zu machen.

Fast 90 Prozent der seit Anfang 2007 auf den brasilianischen Markt gekommenen Aktien notieren unter ihrem Börseneinführungspreis, geht aus Bloomberg-Daten hervor. Mota kündigte an, dass die CVM eine Untersuchung der Unregelmäßigkeiten einleiten würde, die zu Sanktionen für die beteiligten Broker führen dürfte. Experten werten den Vorgang als Anzeichen, dass die brasilianische Börsenaufsicht sich verstärkt bemüht, aufsichtsrechliche Vorschriften durchzusetzen.

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