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Britische Pharmatitel brechen ein; Roche standhaft; FDA prüft

Mit hohen Kursverlusten haben die britischen Pharmawerte Astrazeneca und Glaxosmithkline am Freitag auf die Nachricht reagiert, die US-Gesundheitsbehörde FDA wolle die Medikamente Crestor und Severent erneut auf den Prüfstein stellen.

dpa-afx LONDON/ZÜRICH. Mit hohen Kursverlusten haben die britischen Pharmawerte Astrazeneca und Glaxosmithkline am Freitag auf die Nachricht reagiert, die US-Gesundheitsbehörde FDA wolle die Medikamente Crestor und Severent erneut auf den Prüfstein stellen. Die Kurseinbußen bei der Schweizerischen Roche Holding fielen hingegen relativ gering aus, obwohl das Medikament Accutane ebenfalls auf der Prüfliste der FDA steht. Händler verwiesen auf die zeitgleich bekannt gewordene US-Zulassung für das Roche-Medikament Tarceva. Diese bremse die Wucht der negativen Impulse.

Bis 11.35 Uhr brachen Astrazeneca um 7,31 Prozent auf 2 194,00 Pence ein. Glaxosmithkline fielen um 3,94 Prozent auf 1 145,00 Pence. Der Ftse-100-Index gab unterdessen 0,41 Prozent auf 4 785,70 Zähler nach. Roche-Aktien verloren lediglich 1,50 Prozent auf 144,90 Schweizer Franken, während der Swiss-Market-Index (SMI) 0,24 Prozent auf 5 659,90 Punkte einbüßte.

Obwohl die Sicherheitsbedenken seit Jahren bestehen, leiden die Pharmawerte unter der drohenden Prüfung und damit einhergehenden Umsatzeinbußen, sagte ein Händler. Für Roche seien die Sorgen vor negativen Auswirkungen allerdings begrenzt, da der Umsatz ohnehin zurückgehe, seit das Medikament seinen Patentschutz verloren hatte.

Die Analysten von Merrill Lynch bestätigten die Aktien von Astrazeneca und Glaxosmithkline indes mit "Buy". Solange die Untersuchung nicht durchgeführt sei und ein Ergebnis vorläge, gäbe es keine Veranlassung für eine Umstufung, hieß es zur Begründung. Auch die Experten von Seymour Pierce zeigten sich vorerst unbeeindruckt und nahmen keine Abstufung der Titel vor.

Die FDA will neben den genannten Medikamenten auch die Produkte Meridian von Abbott und Bextra von Pfizer unter die Lupe nehmen, um mögliche gefährliche Risiken wie bei dem zurückgezogenen Rheumamittel Vioxx von Merck & Co. ausschließen zu können.

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