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Postbank-Aktie fällt unter Ausgabespanne

Der Postbank-Börsengang tritt in die entscheidende Phase: Zwei Tage vor dem Ende der Zeichnungsfrist verstärkt sich die Skepsis gegenüber dem IPO. Viele institutionelle Investoren winken ab, nur die weltgrößte Fondsgesellschaft Fidelity will offenbar kaufen.

HB DÜSSELDORF. Im vorbörslichen Handel - dem so genannten Grauhandel - fiel der Aktienkurs der Postbank unter die Preisspanne für den Börsengang. Bei den Brokern Schnigge und Lang & Schwarz wurden die Anteilsscheine bei 30,70 Euro gehandelt. „Als die Nachricht über die Schirme kam, dass sogar die Berater eine niedrigere Spanne wollen, ging der Kurs in die Knie“, sagte Schnigge-Chefhändler Florian Weber. „Der Markt ist sich offenbar einig, dass der Kurs zu hoch ist“, ergänzte Björn Fromkorth von Lang & Schwarz. Investoren wetteten derzeit auf eine Absenkung der Preisspanne, die bei 31,50 bis 36,50 Euro liegt.

Nach Angaben aus Finanzkreisen drängen die Konsortialbanken nicht nur auf einen niedrigeren Preis, sondern bereiten auch einen Notfallplan vor, falls die Postbank-Aktien nicht alle verkauft werden können. Sämtliche Optionen seien offen. Zum Beispiel könnten weniger als die geplanten knapp 50 Prozent der Postbank an den Markt gebracht werden, hieß es. Aber auch über den Zeitplan des Börsengangs sei diskutiert worden.

Wie die Postbank richten auch die Konsortialbanken - angeführt von der Deutschen Bank und Morgan Stanley - ihre Hoffnung auf eine stärkere Nachfrage in den letzten Tagen der Zeichnungsfrist Ende dieser Woche, um nicht auf „kreative“ Optionen zurückgreifen zu müssen, wie ein Banker formulierte. „Es ist offenkundig, dass bei jedem Börsengang in den vergangenen sechs Monaten das Momentum, der große Schwung an Orders, erst in den letzten beiden Tagen in die Bücher kam“, sagte der Banker.

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