Büroimmobilien: Commerz Real plant Reit-Börsengang

Büroimmobilien
Commerz Real plant Reit-Börsengang

Der auf Immobilien-Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter Commerz Real plant, seine Büroimmobilientochter German Office AG als Reit an die Börse zu bringen. Allerdings will die Immobiliengesellschaft mit dem Börsengang warten, bis sich die Situation am Kapitalmarkt verbessert.

HB FRANKFURT. Die German Office AG solle als Reit mit dem Zielsegment SDax an den Aktienmarkt gebracht werden, teilte die zur Commerzbank gehörende Commerz Real am Mittwoch in Frankfurt mit. "Wir arbeiten konkret daran, und wenn sich die Situation am Kapitalmarkt entspannt, dann wollen wir kurzfristig auch an den Markt gehen", sagte Vorstandssprecher Hubert Spechtenhauser.

Momentan sei der Kapitalmarkt wegen der Turbulenzen für Börsengänge geschlossen. Die German Office AG ist den Angaben zufolge in sechs Projekten in Frankfurt und Düsseldorf mit einem Investitionsvolumen von mehr als 250 Millionen Euro investiert. Im Jahresverlauf sollen deutschlandweit Standorte hinzukommen. Denkbar seien Stuttgart oder Hamburg, "wir schließen aber auch attraktive mittelgroße Städte nicht aus", sagte Spechtenhauser.

Von der Subprime-Krise sieht sich Commerz Real bislang kaum betroffen. Die Gesellschaft habe bei den offenen Immobilienfonds keine Engagements in den USA, sei nicht in ABS-Produkte investiert und habe auch "keine wesentlich negativen Einflüsse aus dem britischen Markt" verzeichnet, sagte Spechtenhauser. Es sei aber schwieriger geworden, Projekte zu finden, die die gewünschte Rendite abwerfen. Eine vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote erweise sich inzwischen als Vorteil.

"Der Wettbewerb ist in der Anzahl kleiner geworden, aber er ist immer noch da", konstatierte Vorstand Hans-Joachim Kühl. "Es gibt immer noch viel Investorengeld, das Anlagen sucht." Die Commerz Real ist im vergangenen Jahr aus dem Zusammenschluss der Commerz Grundbesitz Gruppe und der CommerzLeasing und Immobilien AG entstanden. Die Gesellschaft bietet unter anderem offene und geschlossene Immobilienfonds, Schifffonds und das Leasing von Maschinen und Anlagen an.

Bis 2010 will Commerz Real 50 Milliarden Euro an Vermögen verwalten und einen operativen Gewinn von 150 Millionen Euro erwirtschaften. Derzeit verwalte die Gesellschaft 44 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn sei 2007 auf 140 Millionen Euro von 98 Millionen Euro im Vorjahr gestiegen. Das Volumen des Neugeschäfts 2007 bezifferte die Gesellschaft mit 7,2 (3,7) Milliarden Euro.

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