Aktien
BVB fester nach Einigung mit Gläubigern

Nach der vorläufigen Abwendung der Insolvenz hat sich die Aktie des angeschlagenen Fußballvereins Borussia Dortmund (BVB) am Montag fester gezeigt. Sie stieg im Frankfurter Parketthandel um 0,82 Prozent auf 2,45 Euro, während der Cdax (Composite Dax) um 0,24 Prozent auf 387,04 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Nach der vorläufigen Abwendung der Insolvenz hat sich die Aktie des angeschlagenen Fußballvereins Borussia Dortmund (BVB) am Montag fester gezeigt. Sie stieg im Frankfurter Parketthandel um 0,82 Prozent auf 2,45 Euro, während der Cdax (Composite Dax) um 0,24 Prozent auf 387,04 Punkte.

Händler sahen die Gründe in dem eher moderaten Anstieg unter anderem darin, dass es bereits kräftige Kurssteigerungen am Freitag gegeben hatte. Schon vor Bekanntwerden der Einigung mit den Gläubigern hatte das Papier in der letzten Handelsstunde vor dem Wochenende zeitweise um fast 13 Prozent auf schließlich 2,43 Euro zugelegt. Zudem dämpfe möglicherweise die deutliche Niederlage gegen Bayern München am Wochenende die Euphorie für die Aktie. Zudem sei der Spieler Thomas Rosicky noch nicht "verkauft" worden.

Ein Händler einer Frankfurter Bank sagte, nach dem "Desaster" am Wochenende sei auch die sportliche Zukunft alles andere als rosig. "Immer, wenn Borussia am Wochenende verloren hat, ging es in der Vergangenheit runter." Mit dem höchsten Saisonsieg hatte der FC Bayern München seine Tabellenführung mit einem 5:0 (4:0) Sieg gegen den Dortmunder Verein untermauert.

Die vorläufige Einigung mit den Gläubigern habe nur begrenzte Auswirkungen auf den Kurs, sagte er. "Dass der Restrukturierung zugestimmt wird, war erwartet worden." Der angeschlagene Verein gab am Freitagabend die Einigung mit seinen Finanzgläubigern bekannt. "Die Finanzgläubiger einigten sich auf einen Kompromiss. Bis zum Geschäftsjahr 2006/07 wird ein Zins- und Tilgungsmoratorium für Altkredite der Finanzgläubiger eingeräumt", teilte der BVB mit. Zudem würden die wesentlichen Finanzgläubiger neue kurzfristige Liquidität zur Verfügung stellen, hieß es.

Auch ein Aktienhändler in Düsseldorf äußerte sich eher skeptisch zu der Aktie: Dass der Spieler Thomas Rosicky noch nicht verkauft worden sei, weil das Transferrecht an einen Unternehmen aus dem Sauerland verpfändet worden sei, sah er negativ. Dies würde eine Einschränkung des finanziellen Spielraums des Vereins bedeuten.

Die sportliche Niederlage sei hingegen kaum von Bedeutung, da inzwischen nur noch hartnäckige Anhänger und wenige Großinvestoren in dem Wert engagiert seien. "Wir haben im letzten halben Jahr keinen einzigen Auftrag für die Aktie gehabt", sagte der Händler. Wie bereits sein Kollege, sagte er, die vorläufige Einigung sei keine Überraschung, sondern bereits erwartet worden.

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