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Carmignac empfiehlt Anlegern Schwellenländer und Rohstoffe

Carmignac Gestion rät Anlegern zu einem stärkeren Engagement in den aufstrebenden Schwellenländer-Märkten.

dpa-afx FRANKFURT. Carmignac Gestion rät Anlegern zu einem stärkeren Engagement in den aufstrebenden Schwellenländer-Märkten. "Man muss dorthin gehen, wo das Wachstum ist", sagte Eric Helderlé, Generaldirektor und Mitbegründer der französischen Investmentgesellschaft, am Donnerstag in einem Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Anlagestrategie seines Unternehmens beruhe auf den zwei Säulen Emerging Markets, wo Carmignac derzeit knapp ein Drittel des Gesamtportfolios investiere, und dem Sektor Global Ressources als Nutznießer des weltweiten Rohstoffhungers.

"Besonders die Schwellenländer haben wegen der voranschreitenden Industrialisierung einen hohen Rohstoffbedarf", stellte der Experte die Verbindung zwischen beiden Bereichen her. Zu seinen favorisierten Anlageregionen gehört neben China und Indien auch Brasilien. Im bevölkerungsreichsten Land der Welt seien Konsumwerte interessant, da China den Lebensstandard seiner Bevölkerung steigern und unabhängiger vom Export werden wolle.

Doch auch die Aktien von Bergbaukonzernen, Ölförderern und Bauunternehmen, die stark in den Schwellenländern engagiert sind, hält Helderlé für ein lohnendes Investment. Russland schneidet indes wegen der einseitigen Ausrichtung der Wirtschaft auf Rohstoffe und einer ungünstigen demografischen Entwicklung in seiner Gunst schlecht ab. Auch in Osteuropa sei Carmignac nur vergleichsweise gering investiert, und in den entwickelten europäischen Märkten seien renditeträchtige Anlagemöglichkeiten ebenfalls nur schwer zu finden.

Die langfristig ausgelegte Investmentstrategie von Carmignac basiere auf "Wachstum zu einem vernünftigen Preis", führte Helderlé weiter aus. Angesichts der enormen Wachstumschancen in den Schwellenländern sei der Preis nicht das einzige Kriterium für eine Anlageentscheidung. Bei der Auswahl orientiert der Experte sich nicht an einem Index, sondern vergleicht Aktien und Anleihen sowohl von Schwellen- als auch von Industrieländern. Zudem hält er nichts von häufigen Umschichtungen im Portfolio, sondern setzt auf Absicherungsinstrumente wie etwa Futures, um eine gute Wertentwicklung zu gewährleisten.

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