Chancenreicher Titel
Analysten schätzen Solon

Der Einsatz innovativer Technologien im Bereich der Stromgewinnung gilt als Erfolgsrezept von Solon. Auf dem Gebiet der Umwandlung von Sonnenenergie zählt das Berliner Unternehmen mittlerweile zu den führenden Wettbewerbern in Europa. Am 20. März wird es in den TecDax aufgenommen. Damit ist Solon das fünfte Solar-Unternehmen in diesem Index – und gilt als chancenreicher Titel.

HB FRANKFURT. Die Entwicklung von Solon zeigt, welche Bedeutung Aktien aus dem Bereich alternativer Energien beigemessen wird. Seit dem Börsenstart vor drei Jahren hat sich die Solon-Aktie mehr als verzehnfacht. Zur Zeit steht sie bei 40 Euro. Experten gehen davon aus, dass der Kurs weiter steigen wird. Von acht Analysten raten vier zum Kauf des Titels, drei empfehlen, die Aktie zu halten. Nur ein Analyst rät zum Verkauf. Für Patrick Hummel von der Landesbank Baden-Württemberg ist es „eine interessante Aktie, da der Hersteller international stark expandiert.“ Er empfiehlt, die Aktie zu halten.

Auch Scott McCollister von First Berlin Equity Research sieht in der Solon-Aktie eine gute Anlagemöglichkeit. Er stuft sie als Kauf ein und setzt das Kursziel auf 42 Euro. Was die Analysten schätzen, ist die besondere Methode, die Solon bei der Stromgewinnung einsetzt. Mit Hilfe von Photovoltaikmodulen kann Sonnenlicht in Strom umgewandelt werden. Die Module sind Teil der Gebäudehülle und erzeugen gleichzeitig Strom.

Besonders erfolgreich ist Solon damit im Bereich der Ausstattung von Großprojekten. Dort ist das Unternehmen Marktführer. Aber auch die anderen Solon-Produkte stufen Experten als zukunftsfähig ein. Nach Ansicht der Analysten von Smith Barney Citigroup besitzt Solon ein starkes Produktportfolio. Vor allem mit Hilfe des „Solon-Movers“ werde das Unternehmen seine Führungsrolle noch ausbauen. Dies ist ein System, bei dem die Solarmodule dem Sonnenstand nachgeführt werden.

Trotz einer grundsätzlich positiven Bewertung sieht Patrick Hummel von der Landesbank Baden-Württemberg Grenzen für Solon. Seiner Meinung nach wird das Unternehmen nicht zu einer weltweiten Solartechnikgröße aufsteigen. Denn im Gegensatz zu Solarzellen sei die Solarmodul-Technologie zu einfach. „Aufgrund des geringen technologischen Anspruchs und der niedrigen Kapitalintensität gibt es viele Anbieter, die überwiegend regional aktiv sind.“ Dennoch geht auch er davon aus, dass das Unternehmen seine Ziele für das vergangene Geschäftsjahr erreichen konnte. Ende April wird der Konzern seine Geschäftsbilanz für 2005 vorlegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis des dritten Quartals 2005 deutlich verbessert. Der Konzernumsatz hat sich fast verdoppelt und stieg auf 120,3 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist von 1,4 Mill. Euro auf 8,1 Mill. gestiegen. Die Experten von First Berlin nannten die vorgelegten Zahlen „eindrucksvoll“.

Besonders erfreulich sei gewesen, dass es dem Unternehmen trotz steigender Materialkosten gelungen sei, seine Margen zu verbessern. Auch für das laufende Geschäftsjahr ist die Führung des Solartechnik-Unternehmens optimistisch. Unter anderem wurde Solon mit dem Bau mehrerer Solarkraftwerke in Spanien beauftragt. Darüber hinaus wird Solon für die niederländische Ecoconcern-Gruppe unterschiedliche Projekte im europäischen Ausland realisieren.

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