Chilenischer Rohstoffporduzent profitiert vom Fortschritt in der Elektotechnik und hoher Düngernachfrage
SQM kontrolliert die größten Jod-Reserven

Das chilenische Bergbauunternehmen Sociedad Quimica y Minera de Chile SA, kurz SQM, ist weltweiter Marktführer für Spezialdünger, Jod und Lithium. Die Nachfrage nach allen drei Produkten ist im vergangenen Jahr stark gestiegen, die Produktionskapazitäten sind jedoch begrenzt, was für steigende Preise sorgt.

BUENOS AIRES. Dieser Trend wird Analysten zufolge zumindest noch bis 2006 anhalten, weshalb die SQM-ADR derzeit zum Kauf empfohlen wird. Ein ADR ist ein Zertifikat, dass einen Anteil an einer Aktiengesellschaft verbrieft.

Seine privilegierte Stellung auf dem Weltmarkt hat das Unternehmen vor allem seinen geringen Kosten und den einmaligen geographischen Bedingungen in Chile zu verdanken. In einem unternehmenseigenen Gebiet im Norden Chiles liegen die weltweit größten Reserven an Jod und Natriumnitrat (Salpeter). Natürliche Salpetervorkommen gibt es nur in Chile. Außerdem hat das Unternehmen bis 2030 eine Konzession zur Ausbeutung des riesigen Salzsees „Salar de Atacama“ östlich der Stadt Antofagasta, der einen hohen Anteil an Kalium, Lithium, Sulfat und Bor hat.

SQM ging im Juni 1968 aus den Resten der chilenischen Salpeterindustrie hervor. Über mehr als Hundert Jahre war das „weiße Gold“ Chiles Haupteinnahmequelle, doch nachdem die Deutschen eine synthetische Herstellungsmethode für Salpeter gefunden hatten, schrumpfte die Nachfrage stetig. SQM schaffte es als einziger der ehemals zahlreichen Salpterproduzenten, sich durch Weiterentwicklung des Salpeters und eine Erweiterung der Produktpalette den neuen Marktbedingungen anzupassen.

Der Fortschritt in der Kommunikationstechnologie trieb die Nachfrage nach Lithium in die Höhe: Lithium wird in aufladbaren Batterien verwandt. Jod wird bei der Herstellung von LCD-Bildschirmen benötigt. Die Nachfrage nach diesen Schirmen hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. „Die technologischen Veränderungen tragen stark zum Wachstum unserer Produkte bei“, weiß SQM-Vorstand Patricio Contesse. Wegen der hohen Rohstoffpreise, sowie zunehmender Wasser- und Bodenknappheit sind auch Spezialdünger stark gefragt. SQM bedient die Hälfte der weltweiten Nachfrage nach Kaliumnitrat.

Das Unternehmen verkauft seine Produkte mittlerweile in mehr als hundert Ländern. Mitte vergangenen Jahres kündigte SQM eine Kapazitätssteigerung von 30 Prozent in seinen drei Kerngebieten an.

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