Chinesische Bank
Huishang backt bei Börsengang kleinere Brötchen

Die chinesische Huishang Bank korrigiert ihre geplanten Einnahmen durch den Börsengang kräftig nach unten – jetzt sind es plötzlich 300 Milliarden Dollar weniger. Faule Kredite verhageln das Geschäft in China.
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HongkongDie Huishang Bank muss dem schlechteren Klima für Börsengänge in China Tribut zollen. Bei ihrer geplanten Emission an der Hongkonger Börse will das Geldinstitut nach Angaben vom Freitag nur noch bis zu 1,2 Milliarden Dollar (umgerechnet 876 Millionen Euro) einnehmen. Im Juni hatte Huishang noch in Aussicht gestellt, die Kapitalbasis durch eine Börsennotiz um bis zu 1,5 Milliarden Dollar zu stärken. Am Montag will die im ostchinesischen Heifei angesiedelte Geschäftsbank laut dem zu Reuters gehörenden Informationsdienst IFR mit der Vermarktung des Gangs aufs Parketts begingen. Erwartet wird, dass Huishang ab dem 28. Oktober dann auf einer Roadshow um die Gunst der Investoren buhlt.

Viele chinesische Geldinstitute haben mit einem Anstieg fauler Kredite zu kämpfen, weil das verlangsamte Wachstum der weltweit zweitgrößten Wirtschaft auf der Kreditwürdigkeit lastet. Um sich neues Kapital zu beschaffen, streben viele von ihnen derzeit nach Hongkong. Die Börsenaufsicht in Peking hatte die Genehmigung von Handelsplatznotizen im vorigen Jahr eingestellt, um das Angebot zu drosseln, den Aktienmarkt zu stabilisieren und die Qualität der IPOs zu verbessern. Künftig sollen strengere Regeln gelten und die Unterlagen von Bewerbern werden zunächst auf Hinweise für Betrug abgeklopft.

Wie einige andere Geldhäuser wollte auch Huishang ursprünglich an die Börse in Shanghai, entschied sich aber dann für Hongkong und sicherte sich nach der Bank of Chongqing als zweites chinesisches Kreditinstitut die Genehmigung für eine dortige Notiz. Aber auch dort ist das Klima für IPOs nach wie vor rau, weil die Finanzmärkte nervös sind. Dennoch wollen bis zum ersten Halbjahr 2014 chinesische Banken insgesamt mit IPOs in Hongkong rund elf Milliarden Dollar einnehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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