Chinesischer Chipkarten-Hersteller
Vtion: IPO im zweiten Anlauf

Die chinesische Vtion wagt Anfang Oktober in einem zweiten Anlauf den Sprung auf das Frankfurter Börsenparkett. Der Hersteller von Chipkarten für den mobilen Internetzugang will bei seinem Börsengang bis zu 4,5 Millionen neue Aktien platzieren.

dpa-AFX FRANKFURT. Dies geht aus dem auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlichten Wertpapierprospekt hervor. Der Greenshoe liegt bei 675.000 Aktien. Vtion plant damit als erstes Unternehmen nach der Lehman-Pleite die Erstnotiz im Frankfurter Prime Standard.

Der Platzierungspreis der Vtion Wireless Technology wird im Book-Building-Verfahren festgelegt und durch einen Nachtrag zum Prospekt veröffentlicht. Die Angebotsfrist dauert voraussichtlich vom 28. September bis zum 29. September. Die Erstnotiz ist für den 1. Oktober geplant. Die Privatbank Sal. Oppenheim ist als Konsortialführer mandatiert, die Comdirect und die DAB Bank fungieren als Selling Agents.

Das Unternehmen plant ein öffentliches Angebot in Deutschland und Luxemburg sowie Privatplatzierungen außerhalb Deutschlands, Luxemburgs und den Vereinigten Staaten. Die Aktien der Basistransaktion stammen ausschließlich aus einer Kapitalerhöhung.

Nur im Hinblick auf eine eventuelle Mehrzuteilungsoption werden Aktien aus dem Eigentum von Altaktionären platziert. Das Unternehmen will den Nettoemissionserlös hauptsächlich für die weitere Expansion der Vtion Group verwenden. Zudem sollen Marketing und Vertrieb sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert werden.

Die Vtion Group ist nach eigenen Angaben einer der drei führenden Anbieter von Datenkartenlösungen für die mobile Computer- und Internetnutzung über Mobilfunknetze in der Volksrepublik China. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 39,2 Millionen Euro und erwirtschaftete einen Nettogewinn von 12,4 Millionen Euro. In den ersten acht Monaten 2009 lag der Umsatz bei 38,2 Millionen Euro, der Nettogewinn betrug 10,0 Millionen Euro. Die Vtion Group beschäftigt rund 150 Mitarbeiter.

Ursprünglich wollte das Unternehmen bereits im November 2007 an die Börse gehen, hatte diese Pläne dann aber wegen der schwierigen Verfassung der weltweiten Kapitalmärkte verschoben.

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