Chipanlagnebauer
Aixtron-Großauftrag lässt Anleger zugreifen

Der Auftrag war erwartet worden, die Höhe nicht: Aixtron, seit 2012 in den roten Zahlen, kann sich aus China einen der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte sichern. Die Aktie könnte Gewinner des Tages werden.
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DüsseldorfDer Chipanlagenbauer Aixtron hat einen Großauftrag aus China erhalten und damit seiner Aktie auf die Sprünge geholfen. Die Aachener Firma werde ab dem vierten Quartal 50 Anlagen an den chinesischen Leuchtdioden-Hersteller -San'an Optoelectronics liefern, teilte Aixtron am Donnerstag mit. Der Vorstand machte zum Ordervolumen keine Angaben, sondern erklärte lediglich, es sei einer der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte.

Experten rechnen beim Auftragsvolumen mit einem dreistelligen Millionenbetrag. „Der Auftrag war lange erwartet, aber nicht, dass er so hoch ausfällt“, kommentierte Karsten Iltgen vom Bankhaus Lampe. Er schätzte den Wert auf 100 Millionen Euro, ein anderer Experte, der namentlich nicht genannt werden wollte, auf 100 Millionen Dollar (78 Millionen Euro).

Die Anleger griffen nach der Firmennachricht zu: Die Aktie schnellte um über zwölf Prozent auf elf Euro und führte damit die Gewinnerliste im TecDax an. Für den angeschlagenen Aachener Anlagenbauer kommt der Auftrag gerade recht: Nach etlichen Boomjahren mit Umsatzerlösen bis zu 780 Millionen Euro schreibt Aixtron seit 2012 tiefrote Zahlen.

Grund ist der Nachfrageeinbruch, den auch US-Konkurrent Veeco zu spüren bekommt. Die beiden Firmen warten auf den nächsten Investitionszyklus. Sie produzieren Chipanlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die in der Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie und bei industrieller Beleuchtung zum Einsatz kommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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