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Chipwerte schwach - Warten auf Intel - Negative Vorgaben

Fast alle deutschen Halbleiterwerte haben am Dienstag Kursverluste verbucht. Analysten und Händler führten die Kursverluste unter anderem auf schwache Vorgaben aus Asien zurück. Überdies warteten viele Anleger mit Spannung auf den Quartalszwischenbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel am Donnerstag ab, hieß es.

dpa-afx FRANKFURT. Fast alle deutschen Halbleiterwerte haben am Dienstag Kursverluste verbucht. Analysten und Händler führten die Kursverluste unter anderem auf schwache Vorgaben aus Asien zurück. Überdies warteten viele Anleger mit Spannung auf den Quartalszwischenbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel am Donnerstag ab, hieß es.

Die Infineon-Aktie rutschte am frühen Nachmittag mit minus 3,71 % auf 8,05 € ans Dax-Ende . Der Index gab gleichzeitig um 0,88 % auf 3 805,16 Punkte nach. Abschläge verbuchten auch die im Tecdax notierten Werte. So verloren Micronas Semiconductor 1,75 % auf 31,92 €, gefolgt von Dialog Semiconductor mit einem Minus von 1,37 % auf 2,88 €.

Mit Spannung werde der Quartalszwischenbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel an diesem Donnerstag erwartet, sagte Analyst Ingo Queiser von Kepler Equities. "Der Markt ist in Sorge." Zwar habe der Branchenriese einen guten Ausblick aufs Gesamtjahr gegeben. "Die Befürchtung ist aber, dass Intel die Prognosen zurücknimmt." Er selbst mache sich da aber keine allzu große Sorgen. Ein Frankfurter Händler zeigte sich skeptisch: "Nicht wenige Anleger befürchten hier eine Enttäuschung."

Rüdiger Kühnle von der BW-Bank dagegen maß den Intel-Zahlen keine allzu große Bedeutung für die aktuellen Kursbewegungen bei. "Die Vorgaben waren einfach schwach." So habe der am Markt beachtete US-Branchenindex SOX am Vortag mehr als 2 % verloren. Belastend wirkten sich überdies die jüngsten Zahlen zur japanischen Industrieproduktion aus, sagte Kühnle. Die waren im Juli auf dem Niveau des Vormonats stehengeblieben und hatten damit die Erwartungen enttäuscht.

Gegen den Trend entwickelten sich am Dienstag die Aktien des Spezialmaschinen-Herstellers Süss Microtec mit einem Plus von 1,46 % auf 6,95 €. Süss Microtec will künftig bereits mit einem geringeren Umsatz als bisher geplant schwarze Zahlen erzielen. Dies soll das Unternehmen besser auf die zyklischen Schwankungen in der Halbleiterbranche vorbereiten.

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