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Citigroup hebt Kursziel für Deutsche Börse auf 88 Euro - 'Buy'

London (dpa-AFX Broker) - Die Citigroup Smith Barney hat vor allem wegen der jüngsten, kräftig gestiegenen Handelsvolumina ihre Ergebnisschätzung für 2005 sowie das Kursziel der Deutsche-Börse-Aktie deutlich angehoben.

London (dpa-AFX Broker) - Die Citigroup Smith Barney hat vor allem wegen der jüngsten, kräftig gestiegenen Handelsvolumina ihre Ergebnisschätzung für 2005 sowie das Kursziel der Deutsche-Börse-Aktie deutlich angehoben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sei um 9,6 Prozent angehoben worden und das Kursziel von 73 auf 88 Euro, hieß es in einer Branchenstudie am Donnerstag. Zugleich bestätigten sie das Papier des Marktbetreibers mit "Buy/Medium Risk" und lobten es als "unsere bevorzugte Aktie innerhalb der Branche".

Neben den hohen Handelsvolumina zwischen Juni und August nannten die Analysten auch Kostensenkungspotenziale durch den Verkauf des IT-Dienstleisters entory sowie die mögliche Schließung der Terminbörse Eurex US in Chicago als Kurstreiber. Zudem könnte die Börse weitere IT-Ausgaben auf den Prüfstand stellen, hieß es.

Daher erwarten die Analysten im Jahresverlauf eine Anhebung der Ebita-Prognose für 2005, die derzeit bei "mindestens 630 Mill. Euro" liegt. Sie selbst hoben ihre Ebita-Erwartung für 2005 von 616,0 auf 675,2 Mill. Euro. Für 2006 rechnen sie nun statt mit 675,7 Mill. mit 751,9 Mill. Euro. Das Ergebnis je Aktie (EPS) erwarten sie 2005 um sechs Prozent höher bei 3,96 Euro und für 2006 um fünf Prozent höher bei 4,72 Euro.

Die Nominierung Reto Francionis als neuer Vorstandschef dürfte nach Ansicht der Citigroup vom Markt positiv gesehen werden. Operational habe er als ehemaliger Vorstand Erfahrung mit der Deutschen Börse, zudem werde damit auf eine engere Verbindung der Schweizer Börse SWX mit der Deutschen Börse gesetzt.

Risiken für die Deutsche Börse wären hingegen eine Fusion zwischen London Stock Exchange (LSE) und Euronext , durch die den Frankfurtern auf längere Sicht eine Marginalisierung drohen könnte. Außerdem verwiesen sie auf die Zunahme von angelsächsischen Aktionären, die sich für eher kurzfristig orientierte Kapitalrückzahlungen und Umstrukturierungen stark machen würden. Auch Rückgänge bei den Handelsvolumina seien möglich, falls Ende 2005 makroökonomische Aktivitäten abflauten.

Mit der Einstufung "Buy/Medium Risk" erwartet die Citigroup Smith Barney für die kommenden zwölf Monate einen Gesamtertrag der Aktie von mindestens 15 Prozent.

Analysierendes Institut Smith Barney Citigroup.

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