Commerzbank-Aktie
Schnäppchenjäger ausgebremst

Die Kapitalerhöhung der Commerzbank ist fast vorüber. Die Aktie hat so gelitten, dass sie schon als Sonderangebot durchgeht. Doch Achtung: Probleme hat die Bank noch immer genug. VON RALF DRESCHER.
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DüsseldorfKurz vor Abschluss der Kapitalerhöhung der Commerzbank steigt bei den Anlegern wieder die Nervosität. Die Bezugsrechte für die neuen Aktien der zweitgrößten deutschen Bank rutschten am letzten Handelstag noch einmal ab und kosteten schließlich 83 Cent. Damit verbilligten sie sich im Vergleich zum Vortag um rund sechs Prozent. Im Sog verloren auch die Commerzbank-Aktien. Im Dax waren die Papiere mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 3,10 Euro am Nachmittag einmal mehr Schlusslicht.

Die Commerzbank hatte Anfang April eine Kapitalerhöhung im Volumen von elf Milliarden Euro angekündigt. Gut die Hälfte der Summe erlöst das Institut über eine Pflichtwandelanleihe. Im zweiten der Kapitalerhöhung bot die Bank 2,44 Millionen Aktien zum Kurs von jeweils 2,18 Euro an.

Seit Bekanntgabe der Kapitalerhöhung hat die Commerzbank-Aktie massiv an Wert verloren. Von knapp sechs Euro ging es auf weniger als vier Euro abwärts. Die Anleger fürchteten die starke Verwässerung ihres Aktienbesitzes. Insgesamt steigt die Zahl der umlaufenden Aktien durch die zweiteilige Kapitalerhöhung, die neben neuen Aktien auch eine Pflichtwandelanleihe umfasst, von 1,33 auf gut fünf Milliarden Stück.

Nach Abzug der Bezugsrechte auf die neuen Aktien rutschte das Papier weiter ab, kam bei rund drei Euro dann aber etwas zur Ruhe. Allerdings blieben die Umsätze mit dem Papier ungewöhnlich hoch und auch die Bezugsrechte wurden intensiv gehandelt. Schnäppchenjäger trieben deren Kurs in der Spitze bis auf 1,04 Euro stieg, die Gewinne bröckelten aber schnell wieder ab.

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  • Die Commerzbank gibt rd 2.4 mill neue Aktien zu 2.18 ab und
    die Aktienzahl steigt (inkl Wandelanleihe) auf 5 Mrd Stück. So eine gigantische Kapitalvernichrung von verantwortlichen sog. Bankern, ist in der Geschichte der BRD einmalig - und Presse und Analysten gehen zur Tagesordnung über, und loben den sagenhaften Herr Blessing! Man ist fassungslos, wie ungestraft die Verantwortlichen des Dresdnerbank Disasters die gigantischen Verluste an die Anteilseigner weiter schieben. Jeden Unternehmer der so eine traurige Performance ablieert, sperren die gleichen Herren sofort
    die Kleinkredite!!

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