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Commerzbank klettert wegen Übernahmefantasien an Dax-Spitze

Beflügelt von Übernahmefantasien ist die Aktie der Commerzbank am Montag an die Dax-Spitze geklettert. Die Papiere gewannen bis 10.20 Uhr 2,57 Prozent auf 17,59 Euro, während der Dax um 0,06 Prozent auf 4 447,28 Zähler zulegte.

dpa-afx FRANKFURT. Beflügelt von Übernahmefantasien ist die Aktie der Commerzbank am Montag an die Dax-Spitze geklettert. Die Papiere gewannen bis 10.20 Uhr 2,57 Prozent auf 17,59 Euro, während der Dax um 0,06 Prozent auf 4 447,28 Zähler zulegte. Die Spekulationen hatte das "Wall Street Journal" angefacht. Das Blatt schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, dass die Deutsche Bank , die Royal Bank of Scotland , BNP Paribas und Societe Generale über Angebote für die Frankfurter Bank nachdächten. Jedoch würden derzeit noch keine Verhandlungen geführt.

Ein Analyst hielt eine Übernahme der Commerzbank für eher unwahrscheinlich: "Die Commerzbank ist kein attraktiver Übernahmekandidat", sagte er. Im Kerngeschäft des Frankfurter Instituts, dem Mittelstandsgeschäft, erwirtschafte die Commerzbank relativ schwache Renditen. Das gelte auch für das Deutschlandgeschäft. Insgesamt sei die Commerzbank nicht so attraktiv für eine Übernahme wie die Hypovereinsbank (HVB) , denn die HVB sei gut im attraktiven Markt Osteuropa vertreten. Das sei bei der Commerzbank nicht der Fall. In den vergangenen Jahren sei die Commerzbank immer wieder als Übernahmekandidat gehandelt worden - und bis jetzt sei nichts passiert.

Für einen anderen Analysten dagegen macht ein Einstieg eines ausländischen Instituts bei der Commerzbank durchaus Sinn. Zwar seien die Renditen vergleichsweise niedrig und auch sei die Commerzbank in ihrem Geschäft sehr "deutschlandlastig", was bei einer schwachen Konjunktur Risiken berge. Auf der anderen Seite aber verbessere die Commerzbank ihre Renditen und besitze ein flächendeckendes Filialnetz in Deutschland. Für einen ausländischen Investor, der auf den deutschen Markt wolle, sei ein solches Netz ideal. "Falls ein ausländisches Institut auf den deutschen Markt strebt, dann komme es an der Commerzbank nicht vorbei - zumal es keine Alternativen gibt", sagte er weiter.

Ein Händler in Frankfurt sagte: "Das war klar, dass nach Übernahmeplänen der italienischen Unicredito für die HVB auch die Spekulationen um die Commerzbank wieder auftauchen". Das treibe am heutigen Tag den Kurs weiter nach oben, nachdem dieser bereits in den vergangenen Tagen von Spekulationen um eine Übernahme der HVB profitiert habe. Ob so etwas aber überhaupt wahrscheinlich sei, könne er nicht sagen. "Aber am Markt ist heute wenig los, da springt jeder auf das Thema drauf."

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