Computerspiel-Produzent unter Druck
Kandidaten streben trotz der Kursschwäche an die Börse

Ungeachtet der jüngsten Kursverluste an den Aktienmärkten halten die zahlreichen kleinen Unternehmen, die in nächster Zeit in den General oder Entry Standard streben, an ihren Börsenplänen fest.

scc FRANKFURT. „Wir werden alles tun, um den Börsengang durchzuziehen“, sagt Hans-Hermann Schaber vom schwäbischen IT-DienstleisterDatagroup. Ob letztlich zehn Prozent mehr oder weniger erlöst werden, ist laut Schaber nicht entscheidend. „Wichtig ist, dass wir anschließend geschäftlich durchstarten können“, sagt er. Mit dem Erlös will die Datagroup weitere kleine, sanierungsbedürftige IT-Dienstleister übernehmen und in Richtung Profitabilität trimmen. Finanzkreisen zufolge ist das Börsendebüt im weniger stark regulierten Entry Standard, bei dem über zwei Millionen Aktien ausgegeben werden sollen, für Anfang Juli geplant.

Auch die Darmstädter 10tacle Studios – ein Produzent von Computer- und Videospielen – gab am Dienstag trotz des weiteren Kursverfalls Details zu ihren Börsenplänen bekannt (ISIN DE000TACL107). Demnach ist die Erstnotiz im General Standard für den 22. Juni geplant. Die Zeichnungsfrist für die – inklusive Zuteilungsreserve (Greenshoe) – 1,98 Millionen Aktien läuft noch bis zum 20. Juni. Konsortialführer ist Lang & Schwarz, außerdem gehören M.M. Warburg und die DAB Bank dem Konsortium an. Bei der Preisspanne von 11,75 bis 13,50 Euro blieb 10tacle bis zu 20 Prozent unter dem fairen Wert für die Aktie, den die Experten des zu M.M. Warburg gehörenden Analysehauses SES bei 14,70 Euro sehen.

Im so genannten Handel per Erscheinen beim Düsseldorfer Börsenmakler Schnigge, in dem Aktien bereits vor dem offiziellen Börsenstart ge- und verkauft werden können, kosteten die Aktien am Dienstag zwischen 11,50 und 12,50 Euro. Vor diesem Hintergrund sprechen Händler bereits davon, dass 10tacle die Preisspanne noch senken könnte.

Im vergangenen Jahr hat 10tacle einen Umsatz von 17,9 Mill. Euro und dabei einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,7 Mill. Euro erzielt. In diesem Jahr soll der Umsatz auf 20,1 und 2007 auf 44,6 Mill. Euro steigen, sagt SES-Analyst Felix Ellmann voraus. Dabei soll ein Ebit von 4,1 bzw. 7,6 Mill. Euro erreicht werden.

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